Unsere Tipps - ab 10 Jahren

„Wie unsichtbare Funken“ von Elle McNicoll. Aus dem Englischen von Barbara König.

Ab 10 Jahren

 

Thema: Autismus

 

Als sich ihre Klasse für ein Projekt dem Thema Hexen zuwendet, ist Addie begeistert und brennt darauf, alles zu erfahren, denn wenn sie ein Thema interessiert, muss sie sofort alles darüber wissen! Sie lernt das Frauen aus unterschiedlichen Gründen als Hexen angeklagt wurden. Manchmal waren das nur Kleinigkeiten. Es reichte anders zu sein, um vor Gericht gestellt, verurteilt und hingerichtet werden. Mindestens fünfzig Frauen aus ihrem Dorf und dessen Umgebung sind so gestorben. Doch so etwas wie eine Gedächtnisstätte gibt es nicht. Wieso eigentlich nicht und stimmt es wirklich, was die Erwachsenen ihr weiß machen wollen, dass so etwas niemand braucht? Diese Ungerechtigkeit macht Addie wütend, sehr wütend sogar, denn auch sie ist anders als die anderen. Sie ist Autistin. Und so beginnt Addie für diese Frauen und auch für sich selbst zu kämpfen.

 

In der Ich-Perspektive erzählt bekommen wir einen Einblick in das Innenleben und die Probleme und Herausforderungen eines autistischen Mädchens. Ein wichtiges und ganz besonderes Buch, das berührt, fesselt und informiert.


 

Elle McNicoll, Wie unsichtbare Funken

Hardcover

224 Seiten

Verlag: Atrium

15,50€


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„Sieben Tage Mo“ von Oliver Scherz mit Illustrationen von Philip Waechter.

Ab 11 Jahren

 

Ein einfühlsamer Roman über zwei ungleiche Brüder und die Herausforderung mit geistiger Behinderung umzugehen.

 

Mo und Karl sind zwei ungleiche Zwillingsbrüder, denn Mo ist ein Kind mit besonderen Bedürfnissen. Da der Vater meistens unterwegs ist und die Mutter bis abends als Krankenschwester arbeitet, muss Karl auf seinen Bruder aufpassen. Das ist für Karl teilweise lustig, aber meistens sehr anstrengend. Obwohl er ihn sehr liebevoll betreut, ist er oft überfordert, denn Mo ist unberechenbar. Noch etwas stört Karl: da er sich so oft auf seinen Bruder aufpassen muss, hat er kaum Zeit sich mit seinen Freunden zu treffen. An einem Nachmittag, an dem er sich mit seiner Schulfreundin verabredet und seine Mutter doch keine Zeit hat, sich um Mo zu kümmern, lässt Karl seinen Bruder allein zuhause und haut ab. Aber leider geht das ganz ordentlich schief, denn nach kurzer Zeit ruft ihn Mo total aufgelöst an und Karl macht sich schwere Vorwürfe, dass er ihn allein gelassen hat.


 

Oliver Scherz, Sieben Tage Mo

Hardcover

176 Seiten

Verlag: Thienemann

16,50€


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„Luftmaschentage“ von Anne Becker .

Ab 11 Jahren

 Matea, genannt Mats, ist ein schüchternes Mädchen – sie ist so schüchtern, dass sie in der Öffentlichkeit nicht redet, außer mit ihrer Familie und mit ihrer „besten“ Freundin. Mats wächst wohlbehütet und mit einer Familie, die hinter ihr steht, auf. Ricarda, genannt Ricci, ist das glatte Gegenteil davon: Sie ist laut, stürmisch und um keine Antwort verlegen. Sie kommt aus sozial schwierigen Verhältnissen und hat auch sonst kaum jemand, der sich liebevoll um sie kümmert. Trotz aller Unterschiede entspinnt sich zwischen den beiden ungleichen Teenagern eine Freundschaft, in der jede für die andere einsteht. Ricci kann Mats aus ihrer Reserve locken und Mats versucht Ricci zu helfen, wo immer sie kann. Sie bringt ihr auch das Häkeln bei, und gemeinsam verschönern sie Bäume, Gartenzäune und eine Buben-Skulptur mit kunterbunten Häkelarbeiten. Deshalb passt auch der Titel des Buches so wunderbar dazu.

 

Die Geschichte ist einfühlsam aus Matheas Sicht geschrieben. Besonders gut hat mir gefallen wie diese Schüchternheitsgefühle im Bauch als „Madame  Tentakel“ beschrieben wurde – ich konnte sie richtig vor meinem inneren Auge sehen und das hat mir so manches Schmunzeln entlockt.


 

Anne Becker,  Luftmaschentage

Hardcover

173 Seiten

Verlag: Beltz

13,40€


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„Komische Vögel“ von Sally J. Pla mit Illustrationen von Julie McLaughlin. Aus dem Englischen von Susanne Hornfeck.

Ab 10 Jahren

 

Charlie liebt Vögel. Als sein Dad noch gesund war, wollten sie gemeinsam eine Liste mit den Namen aller Vögel erstellen, die sie irgendwann mal gerne in Feier Wildbahn beobachten wollen. Doch nun wird sein Vater vom heimischen Krankenhaus ans andere Ende des Landes in eine Forschungsklinik verlegt und Charlies schon kompliziertes Leben wird noch komplizierter. Denn seine Geschwister und er machen sich in einem alten Campingbus unter der Aufsicht einer eigenwilligen neuen Familienfreundin als »Babysitterin« auf, ihrem Vater nachzureisen. Und obwohl die Reise in einem völlig überfüllten Wohnwagen umgeben von ekelhaften Gerüchen, einer ständig frisch verliebten Schwester und den nervigen Zwillingen mit der Gabe, sich in Schwierigkeiten zu bringen Charlie bis an seine Grenzen bringt, entpuppt sie sich doch als das Beste, dass ihn je passieren konnte.

 

Eine originelle und turbulente Coming of Age Geschichte rund um einen autistischen Jungen voller Herz, Spannung und Tiefgang, in der ganz nebenbei einiges über allerlei verrücktes Federvieh erfährt.

 

Mit wunderschönen schwarz-weiß Zeichnungen von all den Vögeln, die Charlie während dieses charmant-verrückter Roadtrips unterkommen.


 

Sally J. Pla, Komische Vögel

Hardcover

336 Seiten

Verlag: dtv

16,50€


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„Derselbe Mond“ von Lara Schützsack. Mit einem Cover von Regina Kehn.

Ab 11 Jahren

 

Der Sommer geht zu Ende und Magdalena hängt wie jeden Tag mit ihren beiden besten Freunden Flip und Sofia im Skaterpark ab. Eigentlich hat sie gar keine Lust dazu, denn sie langweilt sich dort. Sie vermisst die alten Zeiten, in denen sie noch andere Dinge unternommen haben. Jetzt redet Sofia nur noch über Jungs und Flip wird von den Mädchen angehimmelt. Magdalena fühlt sich nirgends mehr richtig zugehörig. Weder zu Hause, denn ihre Eltern haben sich getrennt, noch bei ihren Freunden. Eines Tages erscheint im Skaterpark ein neues Mädchen namens November mit himmelblauen Haaren. Magdalena ist fasziniert, da November sich anscheinend gar nichts daraus macht, was die anderen über sie denken. Sie findet sie sehr mutig. Eine gute Portion Mut bräuchte Magdalena auch, denn sie würde gern am Schreibwettbewerb in der Schule teilnehmen. Sie hat aber Angst davor, dass sie von ihren Freunden verspottet wird. November ermutigt Magdalena, neue Dinge auszuprobieren, die sie sich zuvor nicht getraut hätte und verhilft ihr zu mehr Selbstvertrauen.

 

Ein einfühlsames Buch für alle Jugendlichen, die sich gerade weder als Kind noch als Erwachsener fühlen.


 

Lara Schützsack, Derselbe Mond

Hardcover

176 Seiten

Verlag: FISCHER Sauerländer

15,50€


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„Die magischen Träume des Malcolm Bell“ von Ross Welford. Aus dem Englischen von Petra Knese. Rathmann.

Ab 10 Jahren

 

Das ist alles Sebs Schuld! Warum muss er immer alles vermasseln und kann nicht einfach auf seinen großen Bruder hören!?! Schon allein die Sache mit den Trauminatoren. Denn wäre Seb nicht so naseweis gewesen, hätte Malcolm diese rätselhaften Geräte zur Schlaf- und Traumsteuerung, mit denen man aktiv in seine Träume eingreifen kann, niemals ausprobiert! Obwohl die Brüder zu Beginn dadurch zwar unglaubliche Abenteuer in ihren Träumen miteinander erleben, schleichen sich schon bald die Sorgen und Nöte aus Malcoms Alltag ein und die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit beginnen zu verschwimmen. Und dann wacht Seb nach einem gemeinsamen Traumabenteuer plötzlich nicht mehr auf! Malcom ist verzweifelt und merkt, dass er vor seinen Problemen nicht länger davonlaufen kann. Aber vielleicht können Susan, seine neue Mitschülerin und ihrer Großmutter ihn helfen. Denn die beiden haben Erfahrungen mit Wachträumen.

 

Ein spannender und fantasievoller Roman über Mut, Geschwisterliebe und Freundschaft.


 

Ross Welford, Die magischen Träume des Malcolm Bell

Hardcover

336 Seiten

Verlag: Coppenrath

17,50€


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„Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“ von Christine Nöstlinger mit Illustrationen von Annette Swoboda.

Ab 10 Jahren

 

Die Frau Bartolotti liebt Kupons und Bestellscheine und gratis Angebote! Sie ist derart versessen auf das Bestellen, dass sie nie darüber nachdenkt, ob sie das Zeug auch brauchen kann. Doch daran, dass sie eine riesengroße Konserve, in der ein siebenjähriger Junge namens Konrad steckt, bestellt hat, kann sie sich beim besten Willen nicht erinnern. Aber jetzt ist er nun mal da, der Konrad gerade vom Paketpostboten geliefert worden. Und dann ist er auch noch besonders leicht zu handhaben. Er ist aus Produktionsgründen höflich, lehrsam und mit allem zufrieden. Die Frau Bartolotti allerdings ist eher überschwänglich, chaotisch und singt gerne unanständige Lieder. Und so müssen sich die zwei erst mal aneinander gewöhnen und herausfinden, wie man sich als Mutter und als Kind überhaupt so verhält. Ob es wohl stimmt, was der Apotheker, der Freund von der Frau Bartolotti, meint? Muss sie sich wirklich von Grund auf ändern und ordentlicher, mütterlicher und manierlicher werden? Und dann kommt auch noch ein Brief aus der Konservenfabrik, aus der der Konrad gekommen ist mit der Nachricht, er sei eine Fehllieferung und sofort zu retournieren! Jetzt muss ihnen aber etwas ganz Raffiniertes einfallen, denn die zwei haben sich schnell furchtbar lieb gewonnen. Zum Glück gibt es da noch das Nachbarsmädchen, die Kitti Ruiska …

 

Ein wunderbar heiterer Roman, über das so sein, wie man ist und bedingungslose Liebe.


 

Christine Nöstlinger

Taschenbuch

160 Seiten

Verlag: Oetinger

9,30€


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„Frühling auf Solupp“ von Annika Scheffel mit Illustrationen. von Almus Kunert

Ab 10 Jahren

 

Annika Scheffel versteht es auch im 3. Band der „Solupp-Reihe“ sehr gut, verschiedene Gefühle auszudrücken, sodass man sich als Leserin genau hineinfühlen kann.

 

Die Frühlingsferien stehen vor der Tür und die Sehnsucht nach der verwunschenen Insel Solupp ist bei den Fröhlich-Kindern Kurt, Mari und Bela riesengroß. Dieses Mal soll auch Maris beste Freundin Jule mit von der Partie sein. Aber leider haben ihre Eltern keine Zeit für eine längere Auszeit. Jule überredet ihren immer beschäftigten Vater mit ihr und den Fröhlich-Kindern die Reise zu unternehmen. Notgedrungen lässt er sich dazu überreden. Nach einer abenteuerlichen Hinfahrt erreichen sie ihr Ziel. Bei ihrer Ankunft werden sie freudig von den Inselbewohnern Joon und Ema empfangen. Aber ganz so einfach wird es dann nicht, denn die drei unterschiedlichen Mädchen müssen erst mal einen Weg zueinanderfinden. Zusätzlich muss Jule über ihren eigenen Schatten springen, um über das stechende Gefühl hinweg zu kommen, wenn sie Kurt und Joon so glücklich miteinander sieht. Aber dann gibt es da auf Solupp neue Abenteuer zu bestehen und das schweißt die kleine Gruppe zusammen und es wird für alle eine schöne Woche auf der verwunschenen Insel.

  • Band 1: Sommer auf Solupp
  • Band 2: Winter auf Solupp
  • Band 3: Frühling auf Solupp

 

Annika Scheffel, Frühling auf Solupp

Hardcover

320 Seiten

Verlag: Thienemann

15,50€


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„Die Meisterin der magischen Karten“ von Jessica Miller mit einem Cover von Ayesha L. Rubio. Aus dem Englischen von Bettina Obrecht.

Ab 10 Jahren

 

Eine packende und unterhaltsame Geschichte über Mut, Geschwisterliebe und den Glauben an sich selbst.

 

Vor dem Krieg lebten Vögel und Menschen in friedlicher Nachbarschaft, sie teilten sich die Erde und den Himmel und hätte die große Landvermessung nicht stattgefunden, wäre es vielleicht immer so geblieben. Doch nun ist das Reich in das menschliche Zarenreich und die Republik der Vögel gepalten. Und genau in diese Richtung an die Grenze des Reichs der Vögel wird die 13-jährige Olga und ihre Familie verbannt. Sie müssen ins Exil, da ihr Vater in Ungnade gefallen ist. Kaum dort angekommen entwickelt Olga auch noch magische Fähigkeiten. Wenn sie eine Landkarte mit ihrem Finger berührt, wird diese lebendig. Aber seit Kriegsbeginn ist Magie strengstens verboten und Yagas, Mädchen und Frauen mit magischen Fähigkeiten wurden aus dem Zarenreich verbannt. Immerhin sollen sie damals das Ei des Feuervogels aus dem Palast der Zarin gestohlen und damit den Krieg ausgelöst haben. Allerdings werden immer noch Mädchen als Yagas geboren und Olga fürchtet, sie könnte eine sein. Deshalb tut sie auch alles dafür, dass niemand auf ihre Gabe aufmerksam wird. Doch als eines Tages auch noch ihre Schwester Mira von den Vögeln entführt wird und niemand sich traut, nach ihr zu suchen, macht sich Olga auf eigene Faust auf in die Republik der Vögel. Vielleicht können ihre magischen Fähigkeiten ja zumindest dabei helfen, ihre Schwester zu retten. Auf ihrer abenteuerlichen Reise findet sie nicht nur heraus, dass nicht alles stimmt, was sie bisher über den Krieg im Himmel gelernt hat, sondern erfährt auch eine Menge über sich selbst und die Magie, die in ihr steckt.

 

Man braucht ein wenig, sich in diese einzigartige Welt mit reichem Hintergrund und slawischer Folklore hineinzufinden, doch sobald man die ersten Schritte in diese Gesichte gemacht hat, entspinnt sich ein spannendes und märchenhaftes Fantasy-Abenteuer voller winterlichem Zauber, geheimnisvoller Orte und faszinierender Sagengestalten wie Feuervögel, Bannikas und Yagas.


 

Jessica Miller, Die Meisterin der magischen Karten

Hardcover

320 Seiten

Verlag: Thienemann

15,50€


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„Sem und Mo im Land der Lindwürmer“ von Frida Nilsson mit Illustrationen von Torben Kuhlmann. Aus dem Schwedischen übersetzt von Friederike Buchinger.

Ab 10 Jahren

 

Ein unglaubliches, spannendes und berührendes Abenteuer rund um die Themen Sehnsucht, Liebe und Geborgenheit, das einem durch seine märchenhafte Erzählweise in den Bann zieht und dabei große existenzielle Fragen wie die nach Gut und Böse und den Unterschied zwischen Mensch und Tier aufwirft.

 

Samuel und Mortimer sind Brüder. Eigentlich heißen sie Sem und Mo, aber so dürfen sie sich nicht mehr nennen, seid sie als Pflegekinder bei ihrer Tante Tyra wohnen. Und auch sonst ist in ihren Leben nichts richtig oder schön. Um nicht am Hungertuch zu nagen, müssen die beiden arbeiten. Ihr einziges Vergnügen ist ein ganz kurzer Blick auf die spielenden Kinder vor dem Haus ihrer Tante, wenn diese sie kurz alleine lässt, um aufs Plumpsklo zu gehen. Doch dann treffen sie auf einen Ratz namens Schwarzfell. Er erzählt ihnen von einem wunderbaren Ort, dem Land der Lindwürmer, an dem alles gut und richtig ist. Dort lebt er als Diener und Berater der Königin Indras. Doch das Dasein der Königin ist von schweren Sorgen betrübt, denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Also begleiten Sem und Mo Schwarzfell durch ein enges Loch im Boden in eine fantastische Parallelwelt, die einer uralten Sage entsprungen zu sein scheint, denn auch sie wünschen sich nichts sehnlicher als ein richtiges zu Hause. Doch kann man diesem Ratz wirklich vertrauen? Denn Königin Indras entpuppt als jemand ganz anderes, als die Brüder erwartet hatten.


 

Frida Nilsson, Sem und Mo im Land der Lindwürmer

Hardcover

400 Seiten

Verlag: Gerstenberg

22,70€


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„Die Nelsons greifen nach den Sternen“ von Erin Entrada Kelly. Aus dem Englischen übersetzt von Beate Schäfer.

Ab 10 Jahren

 

Ein Buch, das zum Nachdenken angeregt und abwechselnd aus der Sicht der drei Geschwister erzählt wird. Obwohl es ein sehr ernstes Thema, den Mangel an familiären Zusammenhalt thematisiert, lässt es, in dem es uns viele kleine Wahrheiten verrät, doch großen Platz für Hoffnung, denn Träume sind unendlich.

 

Damit eine Maschine läuft wie vorhergesehen, müssen alle Einzelteile funktionieren. Und was ist eine Familie schon anderes als eine komplizierte Maschine? Ein schlecht geöltes Zahnrad und alles spielt verrückt. In der Familie Nelsons gibt es eine Menge quietschender Räder. Obwohl sich alle Familienmitglieder im gleichen Sonnensystem befinden, kreisen sie doch wie unsere Planeten alleine auf ihren Umlaufbahnen. Da gibt es die zwölfjährige Bird, die wie alle anderen Amerikaner im Jahr 1986 dem Start des Spaceshuttles Challenger entgegenfiebert und davon träumt, die erste Shuttle-Kommandantin der NASA zu werden. Ihr Zwillingsbruder Fitch, begeisterter Spielautomaten Spieler, wünscht sich, sich auf einen anderen Planeten beamen lassen zu können und hat Probleme damit, seine Gefühle vor allem seine Wut im Zaum zu halten. Und dann ist da noch Cash, der älteste der drei, der den Hintern nicht aus dem Bett bekommt und vermutlich sitzen bleibt. Er wünscht sich, völlig eingefroren zu sein, wo ihn doch ohnehin alle zu überholen scheinen. Als die Challenger in den Himmel abhebt und sich die Katastrophe ereignet, verändert sich auch das Leben der drei Geschwister und bringt sie auf unerwartete Weise zusammen, enger als je zuvor.


 

Erin Entrada Kelly, Die Nelsons greifen nach den Sternen

Hardcover

304 Seiten

Verlag: dtv

14,40€


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„Die wundersame Reise der Beatryce“ von Kate DiCamillo mit Illustrationen von Sophie Blackall. Aus dem Englischen übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn.

Ab 10 Jahren

 

Eine parabelhafte Erzählung voller Wärme und Weisheit über die Kraft der Geschichten, die Macht des Lesens und den Glauben daran, dass man die Welt gemeinsam verändern kann.

 

Es gibt eine Prophezeiung, in der geschrieben steht, dass eines Tages ein Kind kommen wird, das einen König absetzt. Dieses Kind soll ein Mädchen sein. Deswegen wurde die Prophezeiung lange überhört. Bis jetzt, denn der König ist fieberhaft auf der Suche nach diesem Kind … Zur gleichen Zeit findet Bruder Edik ein verletztes Mädchen, liebevoll beschützt von der starrköpfigen Ziege Answelica im Klosterstall. Sie weiß nichts mehr bis auf ihren Namen; Beatryce. Und sie kann lesen, was unmöglich ist, denn das Lesen ist für Frauen vom Gesetz her verboten. Kann es sein, das Beatryce eben jenes Mädchen ist, dass der König unbedingt haben möchte? Um sie zu schützen, schneidet Bruder Edik ihre Haare ab und steckt sie in eine Mönchskutte. Doch die anderen Mönche haben Angst und wollen Beatryce nicht in ihrem Kloster, und so beschließt sie sich dem König und der Prophezeiung zu stellen. Und obwohl die Welt nicht immer ein freundlicher Ort ist, findet Beatryce auf ihrer Reise Menschen, die ihr helfen, denen sie vertraut und die wie sie an Freundschaft, Liebe und ein gewisses Allgemeinwohl in dieser seltsamen, unmöglichen Welt glauben.

 

Der Text wird von wunderschönen Schwarz-Weiß-Illustrationen begleitet, die zwar sparsam, dafür aber immer mit großer Wirkung eingesetzt werden.


 

Kate DiCamillo, Die wundersame Reise der Beatryce

Hardcover

240 Seiten

Verlag: dtv

18,50€


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„Holly im Himmel“ von Micha Lewinsky mit Illustrationen von Lawrence Grimm.

Ab 10 Jahren

 

Holly kann es kaum glauben, sie ist doch tatsächlich im Himmel. Doch die Sterberei ist furchtbar schlecht organisiert und der Himmel ist ganz anders als gedacht. Zum Glück findet Holly im Himmel eine Freundin, Frida. Sie ist schon seit 100 Jahren hier und kennt sich aus. Und jemanden, der sich auskennt, kann Holly gut gebrauchen, denn sie möchte unbedingt noch einmal zurück in ihr Leben zu ihrer Familie. Das geht aber nur als Engel. Aber auch die Engel sind ganz anders als gedacht. Seit sie einen neuen Vorsitzenden haben, geht in ihren Reihen Seltsames vor sich und schon bald steck Holly mittendrin in einem spannenden und wilden Abenteuer.

 

Ein außergewöhnlicher Roman rund um zwei strake Mädchen, der auf seine humorvolle, skurrile und auch tröstliche Art das Bild vom friedlichen Himmel ziemlich auf den Kopf stellt und dabei auch genug Raum für Gefühle wie Verlust und Trauer lässt.


 

Micha Lewinsky, Holly im Himmel

Hardcover

272 Seiten

Verlag: Diogenes

14,40€


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„Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen“ von Kirsten Reinhardt mit Illustrationen von Tine Schulz.

Ab 10 Jahren

 

Elvis Gursinski mag es still und mag es leise. Er mag es, wenn er in Ruhe gelassen wird. Und eigentlich findet es schon seltsam genug, dass auf einem stillgelegten Friedhof lebt, aber dann fühlt sich plötzlich alles noch viel falscher an als sonst. Seine Eltern benehmen sich viel merkwürdiger als sonst, im Haus passieren verrückte Dinge und was bloß will Dalia, das krasseste Mädchen der Schule plötzlich von ihm? Dalia ist nicht nur groß und laut, sondern auch die Enkelin von Madame al Nour, der wohl eigenartigsten alten Dame im ganzen Kiez, die auch noch eine Schwäche fürs Übernatürliche hat. Als dann auch noch Elvis Mutter plötzlich verschwindet, ist das aber erst der Anfang der rätselhaften Ereignisse, die ihm noch bevorstehen.

 

Ein unkonventioneller Roman mit wunderbar schrulligen Vignetten von Tine Schulz für alle, die sich auch manchmal falsch fühlen. Mit einer wunderschönen Aussage und Protagonisten, die einem trotz oder gerade aufgrund ihrer Eigenarten schnell ans Herz wachsen. Zum Gruseln, zum Wundern und zum Brüllen komisch.


 

Kirsten Reinhardt, Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen

Hardcover

232 Seiten

Verlag: Beltz & Gelberg

14,40€


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„Schön wie die Acht“ von Nikola Huppertz mit Illustrationen von Barbara Jung.

Ab 10 Jahren

 

Schon seit dem Kindergarten ist Mathe Maltes Kunst. Angefangen bei Einmaleins-Aufgaben mit Bauklötzen bis hin zur Mathe-Olympiade, für die er momentan fleißig trainiert und die er unbedingt gewinnen will, war die Mathematik immer sein Leben. Mathe ist logisch und logische Dinge bekommt man früher oder später raus. Doch dann bricht zu Hause das Chaos los, als seine sechzehnjährige Halbschwester Josefine für vier Wochen bei ihm und seinen Eltern einzieht. Malte versteht schon, dass seine Halbschwester, die er erst zwei oder dreimal getroffen hat, jetzt bei ihnen ist. Sie hat gerade eine schwere Zeit, aber trotzdem mag er nicht, wie sie an ihrem Abendbrottisch sitzt und aussieht, als wolle sie alle umbringen. Und dann geht sie auch noch auf Maltes Schule und eckt auch dort überall an! Wieso muss sie Maltes Leben nur so schwer machen und wie soll er so vernünftig lernen? Als dann auch noch ein neues Mädchen in seiner Mathe AG auftaucht, die eine ernst zu nehmende Konkurrentin ist, gerät Maltes Welt komplett aus der Bahn. Alle Zahlen sind schön, aber die Acht ist perfekt und Lale, das neue Mädchen, ist „schön wie die Acht“ und bringt Malte völlig durcheinander. Und obwohl Malte zuerst nur sein normales Zuhause zurückwill und seine Halbschwester als Störfaktor sieht, nähern sich die beiden Wort für Wort und Schritt für Schritt doch langsam an. Denn Josefine bringt Malte dazu, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und völlig neu zu verstehen.

 

Eine ungewöhnlich schöne Geschichte über eine Geschwisterbeziehung voller Witz, Drama, Empathie und Poesie. Mit Protagonisten, die man trotz oder gerade aufgrund ihrer Ecken, Kanten und Fehler ins Herz schließt.


 

Nikola Huppertz, Schön wie die Acht

Hardcover

224 Seiten

Verlag: TULIPAN

14,50€


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„Eine halbe Banane und die Ordnung der Welt“ von Sarah Orlovsky

Ab 10 Jahren

 

Zwei Schwestern: früher einmal eng miteinander verbunden, heute durch eine unsichtbare Wand getrennt. Zwei Schwestern: die Jüngere voller Liebe, Bewunderung und Sorge, die Ältere magersüchtig.

 

In kurzen und prägnanten Episoden erzählt uns die „kleine“ Schwester von ihren Ängsten und Sorgen, die sich rund um ihre große Schwester drehen. Sie teilt mit uns ihre Erinnerungen an Zeiten voller Spaß, in denen sie liebevoll von Barbara umsorgt wurde und sie immer ein offenes Ohr für sie hatte. Wir bekommen ein Wechselspiel aus Angst, Sorge, Schuldgefühl und Machtlosigkeit zu spüren, denn sie vermisst ihre „richtige“ große Schwester so sehr!

 

Eine berührende und zu Herzen gehende Geschichte, die uns die Hilflosigkeit dieser Situation für die Betroffenen vor Augen führt.

 


 

Sarah Orlovsky, Eine halbe Banane und die Ordnung der Welt

Hardcover

60 Seiten

Verlag: Tyrolia

12,95€


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"Jukli oder wie ich einen kleinen Esel an der Backe hatte und nicht mehr loswurde" von Corinna C. Poetter.

Ab 10 Jahren

 

Flora lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern in einer Hochhaussiedlung. Es geht ihnen eher schlecht als recht. Freundinnen hat sie leider keine und außerdem wird sie in der Schule gemobbt und mit Berührungen hat sie auch ihr Problem. Wenn es ihr zu viel wird, haut sie einfach ab, auch wenn das keine Lösung ist. Als sie bei einer ihrer Fluchtaktionen in einen Schrebergarten landet und sich an einem Stacheldraht verletzt, wird sie von einer älteren, etwas seltsamen Frau verarztet, die zwei Esel im Garten hat. Flora freundet sich mit ihr an und erfährt von ihr, dass Mamou eine Roma ist. Da es sich um Zuchtesel handelt möchte Mamou, das Eselfohlen beim großen Eselfest in Frankreich in das Zuchtbuch eingetragen wird. Kurzerhand beschließt Flora, dass sie Mamou begleiten wird. Aber manchmal kommt alles anders als man denkt. Und Flora muss allein mit Jukli die Reise nach Frankreich antreten. Auf diesem Roadtrip quer durch Frankreich wächst Flora über sich hinaus, lernt viel über die Kultur der Roma, merkt wie wichtig ihr doch auch ihre eigene Familie ist und den Umgang mit dem kleinen, störrischen, liebenswerten Esel, den sie jetzt an der Backe hat.

 

Eine wunderbare Abenteuergeschichte, eine absolute Leseempfehlung.

 

Corinna C. Poetter, Jukli

Hardcover

208 Seiten

Verlag: Magellan

15,50€


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„Politische Kommunikation“ von Christian Delporte mit Illustrationen von Terreur Graphique.

Ab 10 Jahren

 

Ein informatives Comic-Sachbuch für alle, die sich dafür interessieren, was und wie in der Politik gespielt wird. Nicht erst seit Donald Trump weiß man, dass politische Kommunikation eine ernst zu nehmende Angelegenheit ist. Dieses Buch gewährt uns einen Blick in ihr Räderwerk und möchte uns daran erinnern, dass wir als Teil der öffentlichen Meinung ebenfalls an politischer Kommunikation teilnehmen und wie wichtig es ist, sich dessen auch bewusst zu sein. Angefangen mit einem Rückblick in die 30iger Jahre in den USA, wo die Kunst der politischen Kommunikation ihren Anfang nahm, erfahren wir weiter, wie sich daraus eine richtige Industrie rund um politische Beratung entwickelte, lernen unter anderem die Grundregeln der politischen Kommunikation und wie diese im Netz und auf sozial Media Kanälen funktioniert.

 

Der Historiker Christian Delporte liefert uns in diesem Buch eine kluge Analyse dieses aktuellen und spannenden Stoffes. Die dazu passenden Illustrationen von Terreur Graphique sind wahre »Augenöffner« und liefern einen durchaus amüsanten Blick auf das hochbrisante Thema politische Kommunikation.

 

Christian Delporte, Politische Kommunikation

Hardcover

72 Seiten

Verlag: Jacoby & Stuart

12,40€


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„Gestern war noch Krieg“ herausgegeben von Martin Verg und Jürgen Dr. Hübner. Mit Illustrationen von Irmela Schautz.

Ab 10 Jahren

 

Wie war das damals, Ende des Zweiten Weltkriegs? Die Besatzung durch die Alliierten, das Überleben trotz Hunger, die Früchte des Wiederaufbaus? Diese Anthologie sammelt Sachtexte und Erzählungen von 11 bekannten Kinderbuchautorinnen und Autoren wie Christine Nöstlinger, Gudrun Pausewang, Uri Orlev oder Anke Bär, die von jenen schrecklichen Jahren, von Grausamkeit und Unrecht, aber auch von Menschlichkeit, von Hoffnung und Pragmatismus erzählen.

 

Die Texte und Passagen aus Romanen sind chronologisch in fünf Kapitel geordnet und behandeln den Alltag im Krieg, den Widerstand, die unabwendbare Niederlage, Flucht und Vertreibung und schließlich das Kriegsende. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen, gut verständlichen Einführung mit Hinweisen, zeitlichen Einordnungen und Informationen zum jeweiligen Thema. Eine Zeittafel, die die bedeutsamen Ereignisse zwischen 1933 und 1949 übersichtlich zusammenfasst, ein Glossar, der die wichtigsten Worte erklärt, kurze Biografien der Autorinnen und Autoren sowie ein Quellenverzeichnis runden dieses gelungene Buch ab.

 

Ein wichtiges Buch, um Jugendliche dazu anzuregen, sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts zu interessieren, denn wer sich mit der Vergangenheit auskennt, kann auch die Gegenwart besser verstehen.

 

Gestern war noch Krieg

Hardcover

240 Seiten

Verlag: Thienemann

12,40€


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„Manchmal muss man Pferde stehlen“ von Antonia Michaelis

Ab 11 Jahren

 Durch den Verlust ihrer Mutter spricht Anna mit niemanden, außer mit ihrem Vater. Das macht das Leben für sie und ihre Mitmenschen schwierig. Anna soll reiten lernen, um so vielleicht ihre Ängste zu überwinden. Tariq ist ein Flüchtling aus Afghanistan, der vor den Taliban geflohen ist. Da er von seinem großen Bruder getrennt wurde, ist er oft sehr zornig und aggressiv. Er hat schreckliche Angst um seinen Bruder, da er befürchtet, dass dieser ausgewiesen wird und wieder nach Afghanistan zurückmuss. Da er ein guter Reiter ist, versucht er ein Pferd zu finden, um seinen Bruder, der in einer anderen Stadt untergebracht wurde, zu suchen.  Und so treffen sich Anna und Tariq eher zufällig bei der Pferdekoppel von „Apfelmütze“ und „Wackelpo“ – zwei großen Arbeitspferden und freunden sich vorsichtig an. Als Tariq beschließt auf die Suche nach seinem Bruder Jamal zur gehen, nimmt Anna ihren ganzen Mut zusammen und geht mit ihm. So beginnt für die beiden ein großes Abenteuer. Ob sie den Bruder wohl finden?

 

Eine berührende, spannende Geschichte in der viele Themen wie Flucht, Mobbing und Traumata hineinfließen. Ganz besonders ist auch der magische Schreibstil, mit dem uns Antonia Michaelis ihre Geschichte erzählt.

 

Antonia Michaelis, Manchmal muss man Pferde stehlen

Hardcover

240 Seiten

Verlag: ‎ Oetinger

Preis: 15,50€


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„Alles wird gut, immer“ von Kathleen Vereecken mit Illustationen von Julie Völk. Übersetzt von Meike Blatnik.

Ab 10 Jahren

 

Belgien 1914. Wie schön die Welt ist: Kirmes und eine beste Freundin, mit der man lachen und fröhlich sein kann. Aber vielleicht stimmt das nicht ganz. Denn wir taten nur so. Damit wir nicht hörten, was alle dachten und nicht darüber nachdenken mussten, was allen Angst machte. Denn natürlich wussten wir Kinder es, obwohl wir es nicht wissen durften. Wir hörten es aus den wilden Geschichten der älteren Jungen. Vor allem das eine Wort, das immer wiederkehrte; Krieg. Aber was ist Krieg? Was passiert dann?

 

Zuerst kamen sie aus Richtung des Krieges, Wagen voller Männer, Frauen und Kinder. Dann kam die Garde, um die Männer für das Militär abzuholen. Man hörte Kanonen donnern. Wenig später donnerten deutsche Soldaten in einem endlosen Strom über die gepflasterte Straße. Und dann kam der Hunger. Schließlich gingen wir. Dorthin, wo es sicherer ist. In der Nacht, denn die war sicherer als der Tag. Doch ob sicherer ausreichte?

 

Wenn mir jemand anders erzählen würde, wie Krieg ist, würde ich denken, dass ich die ganze Zeit über Angst hätte. Aber so war es nicht. Wir hatten manchmal Angst. Meisten jedoch lebten wir einfach weiter.

 

Eine zeitlose Geschichte über Liebe und Zusammenhalt in der Familie, über Krieg und Flucht, über das Begreiflich- und das Weitermachen und auch darüber, wie schön die Welt trotz alledem sein kann.

 


 

Kathleen Vereecken, Alles wird gut, immer

Hardcover

144 Seiten

Verlag: Gerstenberg

14,40€


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„Harry Potter und der Stein der Weisen: MinaLima-Ausgabe“ von J.K Rowling mit Illustrationen von MinaLima. Übersetzt von Klaus Fritz.

Ab 10 Jahren

 

Wieder eine neue Harry Potter Ausgabe! Braucht man die? JA! Denn noch nie wurde diese Geschichte so wunderschön und liebevoll gestaltet erzählt! Und das von niemand anderen als dem preisgekrönten Designstudio MinaLima, das schon für die Gestaltung der Harry Potter Filme mit verantwortlich war.

 

Herausragend sind nicht nur die wunderschönen Illustrationen, sondern auch die zahlreichen zauberhaften Extras aus Papier.

 

Es prächtiges Gesamtkunstwerk, das das Herz jedes Potter-Fans sicher um ein Vielfaches schneller schlagen lässt!


J.K Rowling, Harry Potter und der Stein der Weisen: MinaLima-Ausgabe

Hardcover

368 Seiten

Verlag: Carlsen

41,20€


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„Coraline“ von Neil Gaiman mit Illustrationen von Aurélie Neyert. Übersetzt von Cornelia Kurz-Arnold.

Ab 10 Jahren

 

Eine neue, wunderschön gestaltete Prachtausgabe des Kinderbuch-Klassikers von Neil Gaiman.

 

Coraline ist mit ihrer Familie gerade erst in ein düsteres altes Haus gezogen. Da ihre Eltern ständig beschäftigt sind, macht sie sich auf eigene Faust auf Erkundungstour. Dabei entdeckt sie nicht nur einen ganzen Haufen reichlich merkwürdiger Nachbarn; wie Mr. Bobo, der über ihnen wohnt und von einem Mäusezirkus träumt. Oder die zwei älteren Damen unter ihnen, die in ihren Teeblättern lesen, dass Coraline sich in große Gefahr begeben wird. Vor allem weckt eine zugemauerte Tür ihre Neugierde. Als eben diese Türe eines Nachts plötzlich offen steht, beginnt für Coraline ein schauriges Abenteuer, das ihr allen ihren Mut abverlangt.

 

Besonders gelungen sind die aquarelligen Illustrationen von Aurélie Neyert. Die mit Feder und Pinsel entstanden Zeichnungen fangen die märchenähnliche, schaurige Stimmung wunderbar ein. Noch nie war sich gruseln so schön!


 

Neil Gaiman, Coraline

Hardcover

Verlag: Arena

15,50€


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„Hey, ich bin der kleine Tod … aber du kannst auch Frida zu mir sagen“ von Anne Gröger mit Illustrationen von Frederic Bertrand

Ab 10 Jahren

 

Achtung in diesem Buch geht es um Leben und Tod!

 

Simons Leben ist gefährlich! Solange er denken kann, ist er krank, für ihn gilt, Vorsicht geht vor und er lebt gerne sicher. Und das aus gutem Grund, denn sein Immunsystem ist quasi schrottreif und so kann schon ein blauer Fleck für ihn lebensgefährlich werden. Deshalb ist sich Samuel, als plötzlich eine kleine Gestalt in schwarzem Umhang und mit Sense in seinem Zimmer steht, auch ganz sicher, dass er sterben muss. Die kleine Gestalt entpuppt sich aber als ein äußerst freches Mädchen, das sich als Frida vorstellt. Sie ist der kleine Tod und möchte einmal der große Tod werden. Und genau deshalb wurde Samuel ihr auch zugewiesen, er soll ihr das Leben zeigen.

 

Diese Aufgabe gestaltet sich aber als äußerst schwierig, denn das Zusammensein mit Frida ist für Samuel mehr als herausfordernd. Sie möchte alles sehen, ausprobieren und kosten!!! Von Regeln hält sie ganz und gar nichts. Und so sorgt Frida für jede Menge Unfug und Unordnung in Samuels Leben. Und dann will sie auch noch unbedingt hinaus auf den Spielplatz! Das ist für Samuel natürlich zu gefährlich, aber da Frida sehr überzeugend oder besser wirklich nervig sein kann, bleibt Samuel nichts anderes übrig, als sich mit Frida hinauszuwagen.

 

Trotz der ernsten Themen wie Krankheit, Verlust, Vertrauen, das Überwinden der eigenen Ängste und der Tod, die in diesem Roman behandelt werden, steckt das Buch voller Witz und absurder Situationen. Eine außergewöhnliche Geschichte für alle, die es auch gerne rabenschwarz und makaber mögen.


 

Anne Gröger, Hey, ich bin der kleine Tod

Hardcover

Verlag: dtv

13,40€


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„Biest & Bethany – Nicht zu zähmen: Eine ungeheuerliche Freundschaft “ von Jack Meggitt-Phillips mit Illustrationen von Isabelle Follath

Ab 10 Jahren

 

Leider trügt der Schein oftmals. Ebenezer Tweezer käme dir auf den ersten Blick wahrscheinlich wie ein reizender junger Mann vor, aber in Wahrheit ist er bald schon 512 Jahre alt, und er hat etwas wirklich Schlimmes im Sinn! Denn auf seinen Dachboden wohnt ein Biest mit drei schwarzen Augen, drei schwarzen Zungen und einem riesigen Sabbermaul. Aber es kommt noch schlimmer, denn die zwei haben einen Deal. Für jeden köstlichen Leckerbissen, den Ebenezer für das Biest besorgt, bekommt er eine Belohnung gezaubert. Egal ob diamantbesetzte Kronleuchter oder einen Teddybären. Das Biest kann jeden Gegenstand herzaubern. Auch einen Zaubertrank, der das Altwerden verhindert.

 

Als Nächstes möchte das Biest ein saftiges Kind mit knusprig-schmutzigen Fingernägeln und pummeligen Pausbäckchen probieren. Ebenezer ist es gewohnt, Exotisches wie vom Aussterben bedrohte Tiere oder seltene Antiquitäten für das Biest aufzutreiben, aber ein Kind zu besorgen ist nicht so einfach wie gedacht. Zum Glück wird er im Waisenhaus schnell fündig. Denn dort wohnt Bethany, das wohl schlimmste Kind der ganzen Welt. Sie ist eine unerträgliche Unruhestifterin, der es Freude macht, andere zu ärgern. Niemand mag sie und so macht es eigentlich nichts aus, sie dem Biest zu verfüttern. Leider ist Bethany zu mager, um eine wirklich schmackhafte Mahlzeit für das Biest zu sein, und so bleibt Ebenezer nichts anderes übrig, als dieses fürchterliche Kind ein paar Tage lang zu bewirten.

 

Doch je mehr Zeit Bethany und Ebenezer miteinander verbringen, desto mehr gewöhnen sie sich aneinander. Man könnte fast schon sagen, sie schließen einander ins Herz und werden so etwas wie Freunde? Ob das gut gehen kann? Schließlich knurrt dem Biest schon der Magen …

 

Die Schwarz-Weiß-Illustrationen von Isabelle Follath in Form von Vignetten bis hin zu doppelseitigen Illustrationen sind wunderbar. Vor allem wie sie die durchwegs unsympathischen Charaktere in Scene setzt, unterstützt nochmals die absurde Komik und die humorigen Gruselmomente der Geschichte.

 

Band 1 einer aufregenden neuen Kinderbuch-Reihe, die makabren Humor und klassischen Monster-Horror gekonnt mit einer Prise Wärme und Charme würzt.


 

Jack Meggitt-Phillips, Biest & Bethany

Hardcover

Verlag: Loewe

13,40€


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„Bird Girl – Wie mein Glück fliegen lernte“ von Sandy Stark-McGinnis mit Illustrationen von Maria Over. Übersetzt von Catrin Frischer.

Ab 10 Jahren

 

Eine warmherzige, ruhige Geschichte, die uns auf außergewöhnliche Weise verdeutlicht, was zu Hause, Familie und Freundschaft bedeuten kann.

 

Dezember ist erst 11 und weiß nicht nur sehr viel über Vögel, sondern auch schon eine Menge über die Welt. Genug, um den Leuten ihr Geheimnis nicht zu verraten. Denn seit ihre Mutter sie verlassen hat, war Dezember schon bei vielen Pflegeeltern, so vielen, dass sie aufgehört hat, sie zu zählen. Immer wieder fliegt sie aus ihren Pflegefamilien. Und immer wieder muss sie dabei ihr Geheimnis wahren, denn sie ist der festen Überzeugung unter der Narbe an ihrem Rücken verbergen sich Flügel, die eines Tages durch die Haut stoßen. Dann ist es endlich so weit; Dezember wird zu »Bird Girl«. Das starke, unverwundbare Vogelmädchen und kann endlich nach Hause fliegen.

 

Doch dann kommt Dezember in eine neue Pflegestelle: zu Eleanor. Eleanor ist ganz anders als ihre bisherigen Pflegeeltern. Sie kennt sich nicht nur mit Vögeln aus und arbeitet in einer Wildtier-Auffangstation. Sie zwingt Dezember auch zu nichts und lässt sie einfach so sein, wie sie ist. Eines Tages vertraut Eleanor Dezember auch noch die Verantwortung für Henrietta, einen verletzten Rotschwanzbussard an. Gemeinsam wollen die zwei, den verletzten Vogel Selbstvertrauen schenken, damit er wieder fliegen kann. Und während Dezember versucht, Henriettas Vertrauen zu gewinnen, schöpft auch sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder leise Hoffnung. Aber Hoffnung kann auch etwas sein, das Angst macht.

 

Die langsame Annäherung von Dezember und Eleanor, die vielen Missverständnisse und alten Wunden, die dabei aufreißen, werden auf eine sehr feinfühlige Art und Weise und immer nah am Gefühlsleben der Protagonistin erzählt. So ist dieser Roman zwar traurig und herzzerreißend, aber zugleich auch wunderschön und hoffnungsvoll. Ein außergewöhnlich schönes Buch über ein ganz besonderes Mädchen, das es schafft über sich selbst hinauszuwachsen.


 

Sandy Stark-McGinnis, Bird Girl, Wie mein Glück fliegen lernte

Hardcover

Verlag: cbj

15,50€


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"Drachenreiter - Der Fluch der Aurelia" von Cornelia Funke und mit Illustrationen der Autorin

Ab 10 Jahren

 

Endlich! Ben ist an den Saum des Himmels gereist, um Lungs Nachwuchs kennenzulernen. Denn was gibt es Aufregenderes als junge Drachen? Aber da ruft auch schon das nächste Abenteuer nach dem Drachenreiter: die Aurelia, ein riesiges Lebewesen aus der Tiefsee, hält auf die kalifornische Küste zu. Sie bringt Saat für neue Fabelwesen. Aber man muss der Aurelia friedlich begegnen. Fühlt sie sich bedroht, nimmt sie ihre kostbare Saat mit sich und all die Fabelwesen, die die Wiesengrunds zu beschützen versuchen, würden verschwinden - die jungen Drachen eingeschlossen. Und als wäre das noch nicht genug, wittert ein Feind Barnabas endlich seine Chance.

 

Der dritte Teil der "Drachenreiter"-Serie.


 

Cornelia Funke, Drachenreiter, Der Fluch der Aurelia

Hardcover

Verlag: Dressler

15,50€


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„Das Glück wartet nur bis um vier“ von Kate O´Shaughnessy. Übersetzt von Barbara Lehnerer.

Ab 10 Jahren

 

May lebt mit ihrer Mutter in einer Wohnwagensiedlung in Louisiana. Ihren Vater kennt sie nicht. Das Einzige, was sie jemals von ihm hatte, ist eine Nachricht auf der Mailbox eines alten Handys ihrer Mutter. Eines Tages hört May die Stimme ihres Vaters, der im Radio eine Musiksendung moderiert. Sie ist sich sicher, dass er es sein muss, und ihr sehnlichster Wunsch ist es, ihn kennenzulernen. Zum Glück veranstaltet ihr Vater mit dem Sender einen Gesangswettbewerb und da trifft es sich besonders gut, dass ihre Mutter ausgerechnet jetzt auf eine Konzerttour geht und sie von ihrer strengen Nachbarin betreut wird. Doch wie soll sie zu diesem Wettbewerb nach Nashville kommen? Doch manchmal kommt die Hilfe von einer strengen, aber gutherzigen Nachbarin, von der man dies niemals erwartet hätte. Und so begleiten wir May auf einer abenteuerlichen Fahrt Richtung Nashville mit vielen Erlebnissen und Hindernissen. Ob ihr Traum, ihren Vater zu treffen, dort wohl in Erfüllung geht?

 

Ein überaus gefühlvolles, aber auch sehr spannendes Buch über eine Einzelgängerin, die Mut beweist und merkt, dass viel mehr in ihr steckt, als sie jemals vermutet hatte.