Unsere Tipps - Schullektüre

„Was passiert mit unserem Klima? So hast du den Klimawandel und seine Folgen noch nie gesehen“

Ab 10 Jahren

 

Eines der anschaulichsten Sachbücher rund um das Thema Klimawandel.

 

Besonders an diesem Buch ist die gelungene Gestaltung, die es schafft, Fakten auf einen Blick verständlich ins Bild zu setzen. Auf jeweils einer Doppelseite werden mithilfe von Infografik-Karten, die weltweite Vergleiche ersichtlich machen und Fotos mit spektakulären Aussichten und eindrucksvollen 3D-Grafiken, wesentliche Aspekte, von den Ursachen bis zu den Folgen geschickt in den Fokus gerückt. So schafft es dieses Sachbuch auch komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen.

 

In kurzen, verständlichen Abschnitten wird über Themen wie die Entstehung des Erdklimas, die Ursachen des Klimawandels und dessen Folgen wie Extremwetter, bedrohte Tierarten und Existenzen informiert. Abschließend wird deutlich gemacht, dass man sowohl im Großen, zum Beispiel durch erneuerbare Energien, aber auch im Kleinen und Alltäglichem etwas tun kann.

 

Ein umfassend und fundiertes Sachbuch, das zum Nach- und Umdenken anregt. Sicher auch ideal als begleitendes Material in der Schule!


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„Hunde im Futur: Eine Grammatik in Bildern“ von Susanna und Johannes Rieder mit Illustrationen von Arinda Cracium

Ab 8 Jahren

 

Was für ein schräger Titel für ein Grammatikbuch der ganz anderen Art!

 

In kurzen, knappen Absätzen werden die grammatikalischen Grundbegriffe erklärt. Das Besondere dabei ist, dass sich dieses Buch nicht wie manche Schulbücher auf langweiligen Tabellen beruft, sondern jeder Begriff in vielen Bildern, Klappseiten und mit so wenig Text wie möglich erklärt wird. Denn den Verfassern dieser grandiosen Idee geht es vor allem ums „Begreifen“ und nicht um ein stures Auswendiglernen von langweiligen Tabellen.

 

Ein besonderes Grammatikbuch, das mit nichts bisher handelsüblichen vergleichbar ist und sich in jeder Hausbibliothek von Interessierten befinden sollte. Die Autoren haben sich bemüht, die grammatikalischen Grundbegriffe durch aufwendige Gestaltung in Szene zu setzen, was den höheren Preis auf jeden Fall rechtfertigt.


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„Alle zählen“ von Kristin Roskifte. Übersetzt von Maike Dörries.

Ab 5 Jahren

 

„Alle zählen“ ist ein durch und durch außergewöhnliches Buch. Ein Zählbuch? Ein Wimmelbuch? Ein Rätselbuch? Oder doch alles in einem!?!

 

Am besten wir beginnen von vorne: Mit einem Menschen, der am Abend aus seinem Fenster sieht und sich wundert, wie viele andere Menschen in diesem Augenblick dasselbe tun. Denn auf unserer Welt gibt es siebeneinhalb Milliarden Menschen und jeder davon hat seine eigene Geschichte. So werden es mit jeder Seite mehr Menschen, erst zwei, dann drei, dann 20 bis hin zu hin zu den 7500 000 000 die auf unserem Planeten leben. Manche müssen wichtige Entscheidungen treffen, ein anderer entdeckt eine Lösung für ein Problem, 24 haben sich als etwas verkleidet und einem von ihnen gelingt zum ersten Mal ein Handstand! Und so gibt es eine Vielzahl von Geschichten in diesem Buch zu entdecken, über die man reden, lachen und die man weiterspinnen kann!

 

Dieses raffinierte Buch bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man es betrachten und handhaben kann. Es regt zum genauen Hinschauen, miteinander reden und Nachdenken an. Also wir sind begeistert!!!

 

Und auch als Schullektüre bietet sich dieses ungewöhnliche Buch an, denn man könnte es zum Beispiel als Ausgangpunkt für Bildergeschichten verwenden.


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„Vor uns das Meer“ von Alan Gratz

Ab 13 Jahren

 

Drei Jugendliche, drei Jahrzehnte, eine Hoffnung.

 

In diesem Buch wird uns die Geschichte dreier Jugendlicher erzählt, die aus unterschiedlichen Perspektiven und doch immer demselben Grund die Flucht aus ihrer Heimat antreten müssen.

 

Berlin 1939, Joseph besteigt mit seiner Familie in Hamburg ein Passagierschiff, das sie aus Nazi-Deutschland retten und nach Kuba bringen soll.

 

Havanna/Kuba 1994, Isabel tritt mit ihrer Familie und ihren Nachbarn die Flucht an, da ihr Vater bei einer Demonstration gegen Fidel Castro von der Polizei erwischt wurde und ihm deshalb lebenslange Haft droht. Ihr Fluchtboot; ein vom Nachbarn selbst gebautes kleines Motorboot. Ihr Ziel; die Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Aleppo/Syrien 2015, das Land befindet sich seit 2011 in einem erbärmlichen Kriegszustand. Als das Haus von Mahmoud und seiner Familie bei einem Bombenanschlag zerstört wird, beschließen sie, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen, um ein besseres, friedliches Leben führen zu können.

 

Alle drei Jugendlichen haben eine lange Reise in die erhoffte Freiheit vor sich. In diesem Buch begleiten wir sie auf der ihrer Flucht und werden schonungslos in ihre Lage hereinkatapultiert. In kurzen Abschnitten wird uns ihre Geschichte abwechselnd so spannend und hautnah erzählt, dass man auf jeden Fall weiterlesen möchte. Nach jedem Abschnitt aber auch froh ist, eine kurze Verschnaufpause zu bekommen, die Geschehnisse zu verdauen und in die nächste Geschichte einzutauchen zu können.

 

Eine unbedingte Leseempfehlung für all diejenigen, die sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzen möchten.

 

Alan Gratz, Vor uns das Meer

Hardcover

Verlag: Carl Hanser

17,50€


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„Alles wird gut, immer“ von Kathleen Vereecken mit Illustationen von Julie Völk. Übersetzt von Meike Blatnik.

Ab 10 Jahren

 

Belgien 1914. Wie schön die Welt ist: Kirmes und eine beste Freundin, mit der man lachen und fröhlich sein kann. Aber vielleicht stimmt das nicht ganz. Denn wir taten nur so. Damit wir nicht hörten, was alle dachten und nicht darüber nachdenken mussten, was allen Angst machte. Denn natürlich wussten wir Kinder es, obwohl wir es nicht wissen durften. Wir hörten es aus den wilden Geschichten der älteren Jungen. Vor allem das eine Wort, das immer wiederkehrte; Krieg. Aber was ist Krieg? Was passiert dann?

 

Zuerst kamen sie aus Richtung des Krieges, Wagen voller Männer, Frauen und Kinder. Dann kam die Garde, um die Männer für das Militär abzuholen. Man hörte Kanonen donnern. Wenig später donnerten deutsche Soldaten in einem endlosen Strom über die gepflasterte Straße. Und dann kam der Hunger. Schließlich gingen wir. Dorthin, wo es sicherer ist. In der Nacht, denn die war sicherer als der Tag. Doch ob sicherer ausreichte?

 

Wenn mir jemand anders erzählen würde, wie Krieg ist, würde ich denken, dass ich die ganze Zeit über Angst hätte. Aber so war es nicht. Wir hatten manchmal Angst. Meisten jedoch lebten wir einfach weiter.

 

Eine zeitlose Geschichte über Liebe und Zusammenhalt in der Familie, über Krieg und Flucht, über das Begreiflich- und das Weitermachen und auch darüber, wie schön die Welt trotz alledem sein kann.

 


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„Politik: 100 Begriffe aus Politik und Gesellschaft in 100 Wörtern erklärt“ von Eleanor Levenson, illustriert von Paul Boston und übersetzt von Britta Meinass

Ab 9 Jahren

 

1 Bild und 100 Wörter. Kann man so politische Grundbegriffe erklären?

 

Demokratie braucht Menschen, die mitgestalten wollen. Und wer mitgestalten will, muss zunächst einmal verstehen, worum es geht. Denn was genau ist Bürokratie? Und woraus besteht eine Regierung überhaupt? Was ist der Unterschied zwischen Exekutive und Legislative? Und was ist ein Referendum? Dieses sehr übersichtliche Sachbuch für alle, die gerade angefangen haben, sich für Politik zu interessieren, ist in die Themenbereiche Staat, StaatsbürgerInnen, Ideen, Ökonomie und Medien eingeteilt. Die großen Illustrationen im typischen Infografik-Stil bringen die abstrakten Begriffe noch einmal ganz genau auf den Punkt. Und oft reicht es schon fast, sich das Bild anzusehen, um zu begreifen, was gemeint sein könnte.

 

So werden kurz und gut verständlich in 100 Worten Thematiken wie Populismus, Nationalismus, Ideologie, Legitimität, Utopie, Bruttoinlandsprodukt, aber auch Begriffe wie Rechte, Verantwortung, Feminismus und Umweltschutz so erklärt, dass sie jeder verstehen kann. Denn sobald man verstanden hat, wie alles zusammenhängt, kann man nicht nur mitreden, sondern sich auch entscheiden, inwieweit man selbst politisch aktiv werden möchte.

 

Dieses gut durchdachte Sachbuch eignet sich sicher auch hervorragend für den Unterricht, da man aufgrund der sehr gelungenen großen Illustrationen der einzelnen Begriffe gut ins Gespräch kommen und so gemeinsam erdenken und erarbeiten kann, was man unter bestimmten politischen Begriffen versteht.


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„Wer tanzt schon gern allein?“ von 32 namenhaften Kinderbuchautor*innen

Ab 7 Jahren

 

Ein abwechslungsreich gestaltetes Buch über Demokratie, das selbst so vielschichtig ist wie das Thema, um das es sich dreht.

 

In diesem außergewöhnlichen Buch sind 32 Geschichten, Gedanken und Gedichte rund um das Thema Demokratie von namhaften Autor*innen und Illustrator*innen wie Antje Damm, Heinz Janisch, Kristina Andres, Britta Teckentrup, Sebastian Meschenmoser, Uwe-Michael Gutzschhahn und Martin Baltscheit versammelt.

 

Es geht ums Fehlen der Demokratie, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Solidarität, Anlehnung und Empathie, Wahrheit und Täuschung, Selbstbewusst- und Anderssein – und allem voran das Menschsein. Egal ob thematisch oder formal, es ist eine sehr spannende Zusammenstellung und so findet man neben Kurz- und Bildgeschichten auch Comics und Gedichte.

 

Für viele mögen die Grundlagen einer Gesellschaft, die von Respekt, Toleranz und Fürsorge geprägt ist, vielleicht schon eine Selbstverständlichkeit sein. Doch gerade heutzutage scheint man für diese Werte jeden Tag konsequent einstehen und sie verteidigen zu müssen, damit sie uns erhalten bleiben. Darüber zu lesen, nachzudenken und dann zu sprechen kann da ein guter Anfang sein.


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„Sophie Scholl“ von Heiner Lünstedt mit Illustrationen von Ingrid Sabisch

Ab 14 Jahren

Die Erzählung in dieser Grafic Novel beginnt im Jahr 1937. Zu dieser Zeit ist Sophie bereits 16 Jahre alt und wohnt mit ihrer Familie in Ulm. In kurzen, prägnanten Szenen werden die verschiedenen Lebensstationen bis zu ihrer Hinrichtung dokumentiert. Man lernt sie hauptsächlich Regimezweiflerin und Widerstandskämpferin kennen. Die Bilder unterstreichen sehr schön das Geschriebene und unterstreichen dadurch das Leseerlebnis


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„Schluss. Jetzt werd ich etwas tun“ von Maren Gottschalk

Ab 14 Jahren

 

 

In dieser Biografie erzählt uns Maren Gottschalk über das Leben und die Kindheit von Sophie Scholl. Sie wurde als viertes Kind von Lina und Robert Scholl geboren. Ihre Eltern erzogen ihre Kinder für die damalige Zeit sehr liberal. Allerdings legten sie sehr viel Wert darauf, dass ihre Kinder eine gute Bildung und einen Zugang zu Kunst, Kultur und Literatur bekamen. Von klein auf war Sophie ein sehr gerechtigkeitsliebender und naturverbundener Mensch. Als Hitler und die Nazis Stück für Stück Deutschland „eroberten“, machten ihre Eltern keinen Hehl daraus, dass sie diese Entwicklung beängstigte und sie sie verabscheuten. Trotz alledem schafften es die Nazis auch die Geschwister Scholl in ihren Bann zu ziehen. Wie konnte dies geschehen und was bewegte sie letztendlich wiederum, dass sie sich gegen dieses Regime stellten.

 

Wer mehr über diese Zeit und unsere Geschichte erfahren möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmsten empfehlen. Mich selbst hat es tief beeindruckt!

 

 

Maren Gottschalk, Schluss. Jetzt werd ich etwas tun

Taschenbuch

Verlag: Gulliver

10,30€   


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„Eine halbe Banane und die Ordnung der Welt“ von Sarah Orlovsky

Ab 10 Jahren

 

Zwei Schwestern: früher einmal eng miteinander verbunden, heute durch eine unsichtbare Wand getrennt. Zwei Schwestern: die Jüngere voller Liebe, Bewunderung und Sorge, die Ältere magersüchtig.

 

In kurzen und prägnanten Episoden erzählt uns die „kleine“ Schwester von ihren Ängsten und Sorgen, die sich rund um ihre große Schwester drehen. Sie teilt mit uns ihre Erinnerungen an Zeiten voller Spaß, in denen sie liebevoll von Barbara umsorgt wurde und sie immer ein offenes Ohr für sie hatte. Wir bekommen ein Wechselspiel aus Angst, Sorge, Schuldgefühl und Machtlosigkeit zu spüren, denn sie vermisst ihre „richtige“ große Schwester so sehr!

 

Eine berührende und zu Herzen gehende Geschichte, die uns die Hilflosigkeit dieser Situation für die Betroffenen vor Augen führt.

 


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