„Kriege gehören ins Museum. Teil 1“ von Nora Rath-Hodann mit Illustrationen von Johanna Baader

Ab 8 Jahren

 

Julie fragt ihre Mutter, ob sie ihr etwas über Kriege erzählen kann. Um diese Frage zu beantworten, gehen sie ins Museum und wir begleiten die beiden bei ihrem Ausflug in die österreichische Vergangenheit. Während wir dem Dialog zwischen Mutter und Tochter rund um die Frage „Warum eigentlich Krieg?“ folgen erfahren wir so einiges über die großen Kriege des 17. – 19. Jahrhunderts, vom 30-jährigen Krieg über die zweite Türkenbelagerung bis hin zu den napoleonischen Kriegen. Der Autorin gelingt es sehr gut den Krieg bildhaft und lebendig zu beschreiben, indem sie nicht nur dessen Verlauf erklärt, sondern auch über andere Sachverhalte wie welche Waffen im Kriegsgeschehen zu welcher Zeit Verwendung fanden, welche heute geläufigen Sprichwörter aus Kriegszeiten stammen und welche Veränderungen nach den Kriegsgeschehen eintraten oder auch nicht, anspricht. Das macht die Erzählung sehr abwechslungsreich und spannend. Nicht nur die optisch und farblich abgesetzten kurzen Exkurse zu vorkommenden Persönlichkeiten oder Sachverhalten, sondern auch die Verwendung der Dialogform und Julies Reaktionen auf die Erzählungen ihrer Mutter lockern die Berichterstattung auf. Schön ist auch, dass besonderes Augenmerk auf Österreich und dessen Rolle im Kriegsgeschehen gelegt wird und dass immer wieder Hinweise auf Ausstellungsstücke des Heeresgeschichtlichen Museums und Bauten oder Statuten in Wien eingeflochten werden.

 

 

Ein gelungenes Buch der Serie Julie geht ins Museum, das es schafft, das schwierige Thema Krieg verständlich und kindgerecht zu vermitteln. Band 2 soll Ende dieses Jahres erscheinen und befasst sich mit den beiden Weltkriegen.


 

Nora Rath-Hodann, Kriege gehören ins Museum. Teil 1

Hardcover

Verlag: ‎JGIM

14,90€


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