Unsere aktuellen LeseTIPPS

„Loujains Träume von den Sonnenblumen“ von Lina Al-Hathloul und Uma Mishra-Newbery. Mit Illustrationen von Rebecca Grenn.

Ab 3 Jahren

 

Jeden Morgen, wenn Loujain aufwacht, erinnert sie sich an ihrem Traum, an einen Ort voller Sonnenblumen zu fliegen. Und jeden Morgen nach dem Aufstehen begleitet sie ihren Papa zum Schuppen, wo er seine Flügel aufbewahrt. Jeden Tag beobachtet sie ihn, wie er mit seinen Flügeln in den blauen Himmel aufsteigt und langsam aus ihrer Sicht verschwindet.

 

Auch Loujain hat Flügel, aber weil sie ein Mädchen ist, ist es ihr verboten zu fliegen. Und obwohl die anderen Kinder sie warnen und auslachen, ist sich Loujain ganz sicher, dass auch sie eines Tages fliegen wird. Zum Glück hat sie Eltern, die an sie glauben, sie unterstützen und ihr helfen, ihren Traum zu erfüllen. Und das verändert nicht nur ihr Leben!

 

Eine wunderschöne und mutmachende Geschichte basierend auf dem Leben von Loujain Alhathloul, einer Anführerin der Frauenrechtsbewegung in Saudi-Arabien, die mit ihren malerischen Illustrationen und poetischen Worten einen ganz besonderen Zauber hat.


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„Was Bären über Bienen wissen (müssen)“ von Pip Cornell mit Illustrationen von Alex G. Griffiths. Übersetzt von Steffi Kress.

Ab 4  Jahren

 

Ein herrlich witziges Bilderbuch mit nicht ganz ernst gemeinten Tipps für große und kleine Bienenprofis und alle, die das noch werden wollen.

 

Angefangen beim Erkennen einer Biene (man könnte sie ja auch mit einer schwarz-gelb gestreiften Socke verwechseln), über das Fangen (natürlich schick gekleidet mit Blumenkranz und Blätterrock), bis hin zum Bauen eines Bienenstocks (natürlich verziert mit Glitter) erfahren wir in diesem ganz besonderen Bilderbuch, wie das so aussieht mit der passenden Sorgfalt rund um deine Bienen (Gute-Nacht-Geschichten, Lieder und Witzeabende selbstverständlich miteingeschlossen!). Aber keine Sorge, ganz nebenbei wird auch noch Wissenswertes rund um die Biene vermittelt!

 

Mit herrlich lustigen Illustrationen, die den absurden Witz dieser Erzählung noch mal unterstreichen.


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„Guten Morgen, schöner Tag!“ von Elisabeth Steinkellner mit Illustrationen von Michael Roher

Ab 1 Jahren

 

Guten Morgen schöner Tag!

Was wird heut passieren?

Neugierig?

Dann lass uns losspazieren.

 

Gemeinsam mit einem Kind machen wir uns auf, um unsere Umgebung zu erkunden und finden dabei Eckiges, Großes, Langsames und Schnelles, Buntes, Vieles und auch zu wenig.

 

In klingenden Reimen und farbenprächtigen Illustrationen schickt uns dieses wunderschöne Pappbilderbuch einen Kinderalltag vom Aufstehen bis zum Zubettgehen voller Neugierde auf die Suche nach aufregend alltäglichen Eindrücken. Dabei begegnen uns viele Themen, die im frühkindlichen Bereich von Bedeutung sind wie kleine Schnecken am Wegesrand, kunterbunte Bausteine oder viele spannende Fahrgäste im Bus.

 

Ein wunderbares Buch zum Entdecken, Wiedererkennen und neu kennenlernen, das uns zeigt, wie bunt und vielfältig die Kinderwelt heutzutage ist.


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„Rosalie: Als mein Vater im Krieg war“ von Timothée de Fombelle mit Illustrationen von Isabelle Arsenault. Übersetzt von Tobias Scheffel und Sabine Grebing.

Ab 9  Jahren

 

Frankreich, Winter 1916: Immer schon, seit Rosalie geboren wurde, herrscht Krieg. Sie hat keine anderen Erinnerungen, davor war sie zu klein. Ihr Vater ist an der Front und ihre Mutter arbeitet in der Fabrik. Rosalie darf ausnahmsweise in der Schule bei den Großen sitzen und zeichnen, während ihre Mutter arbeitet. Manchmal bekommt sie Briefe vom Vater, die ihr die Mutter abends müde vorliest, manchmal nichts. Ihre Mutter berichtet von Dingen, die ihr Vater mit ihnen tun möchte, wenn der Krieg vorbei ist. Aber Rosalie mag diese Geschichten nicht. Rosalie hat ein Geheimnis, sie ist ein Soldat. Hauptmann Rosalie. Sie spioniert den Feind aus. Sie hat sich als fünfeinhalbjähriges Mädchen getarnt. Um nicht aufzufallen, trägt sie keinen Helm und keine Uniform. Sie ist auf geheimer Mission und darf sich nichts anmerken lassen. Denn es gibt da etwas, das sie unbedingt wissen muss!

 

Die eindrucksvollen und kunstvollen Illustrationen von Isabelle Arsenault nehmen uns mit ihrem feinen, pointierten Strich und dem spannenden Einsatz von Farbe mit in die graue Welt von Rosalie und unterstützen diese stille Geschichte aus kindlicher Sicht sehr feinfühlig und ausdrucksstark.

 

Ein außergewöhnliches Buch über ein mutiges Mädchen, die große Feinfühligkeit von Kindern und die Suche nach der Wahrheit.


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„Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin: 15 wahre Geschichten gegen Krieg, Gewalt und Machtmissbrauch“ von Heather Camlot illustriert von Serge Bloch

Ab 8 Jahren

Dieses Buch handelt von mutigen, selbstlosen und endlos einfallsreichen Menschen. Menschen, die Zeichen gegen Gewalt, Krieg und totalitäre Machtverhältnisse gesetzt haben, Menschen, die es wirklich gegeben hat.

 

Wir kennen viele Geschichten von Abenteurern, Königen oder Bergbesteigern. Aber sind das wirklich die wahren oder einzigen HeldInnen unserer Zeit? Denn es gibt viele Menschen, deren Namen wir nicht kennen und die dennoch durch ihr Mitgefühl, ihre Selbstlosigkeit und ihren Mut, einen Unterschied zu machen, unsere Welt verändert haben. Dieses Buch erzählt von ihnen, von Helden des Alltags wie Desmond Doss, der sich im zweiten Weltkrieg weigerte, eine Waffe zu tragen und während seiner gesamten Zeit beim Militär keinen einzigen feindlichen Soldaten verletzte oder tötete, dafür aber das Leben von mehr als fünfhundertsiebzig Menschen rettete. Wie eine Abstimmung von Jugendlichen zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages beitrug. Oder davon, wie die Radioshow eines Jugendlichen dazu beitrug, dass Kinder ihre Familien wiederfinden konnten, von denen sie im Krieg getrennt worden waren.

 

Heather Camlot hat 15 Geschichten über wahre Begebenheiten zusammengetragen, die zeigen, dass jeder einen Unterschied machen kann.


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„Politische Kommunikation“ von Christian Delporte mit Illustrationen von Terreur Graphique.

Ab 10 Jahren

 

Ein informatives Comic-Sachbuch für alle, die sich dafür interessieren, was und wie in der Politik gespielt wird. Nicht erst seit Donald Trump weiß man, dass politische Kommunikation eine ernst zu nehmende Angelegenheit ist. Dieses Buch gewährt uns einen Blick in ihr Räderwerk und möchte uns daran erinnern, dass wir als Teil der öffentlichen Meinung ebenfalls an politischer Kommunikation teilnehmen und wie wichtig es ist, sich dessen auch bewusst zu sein. Angefangen mit einem Rückblick in die 30iger Jahre in den USA, wo die Kunst der politischen Kommunikation ihren Anfang nahm, erfahren wir weiter, wie sich daraus eine richtige Industrie rund um politische Beratung entwickelte, lernen unter anderem die Grundregeln der politischen Kommunikation und wie diese im Netz und auf sozial Media Kanälen funktioniert.

 

Der Historiker Christian Delporte liefert uns in diesem Buch eine kluge Analyse dieses aktuellen und spannenden Stoffes. Die dazu passenden Illustrationen von Terreur Graphique sind wahre »Augenöffner« und liefern einen durchaus amüsanten Blick auf das hochbrisante Thema politische Kommunikation.

 

Christian Delporte, Politische Kommunikation

Hardcover

Verlag: Jacoby & Stuart

12,40€


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„Gestern war noch Krieg“ herausgegeben von Martin Verg und Jürgen Dr. Hübner. Mit Illustrationen von Irmela Schautz.

Ab 10 Jahren

 

Wie war das damals, Ende des Zweiten Weltkriegs? Die Besatzung durch die Alliierten, das Überleben trotz Hunger, die Früchte des Wiederaufbaus? Diese Anthologie sammelt Sachtexte und Erzählungen von 11 bekannten Kinderbuchautorinnen und Autoren wie Christine Nöstlinger, Gudrun Pausewang, Uri Orlev oder Anke Bär, die von jenen schrecklichen Jahren, von Grausamkeit und Unrecht, aber auch von Menschlichkeit, von Hoffnung und Pragmatismus erzählen.

 

Die Texte und Passagen aus Romanen sind chronologisch in fünf Kapitel geordnet und behandeln den Alltag im Krieg, den Widerstand, die unabwendbare Niederlage, Flucht und Vertreibung und schließlich das Kriegsende. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen, gut verständlichen Einführung mit Hinweisen, zeitlichen Einordnungen und Informationen zum jeweiligen Thema. Eine Zeittafel, die die bedeutsamen Ereignisse zwischen 1933 und 1949 übersichtlich zusammenfasst, ein Glossar, der die wichtigsten Worte erklärt, kurze Biografien der Autorinnen und Autoren sowie ein Quellenverzeichnis runden dieses gelungene Buch ab.

 

Ein wichtiges Buch, um Jugendliche dazu anzuregen, sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts zu interessieren, denn wer sich mit der Vergangenheit auskennt, kann auch die Gegenwart besser verstehen.

 

Gestern war noch Krieg

Hardcover

Verlag: Thienemann

12,40€


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„Ein Feuerwerk für den Fuchs“ von Sven Nordqvist. Übersetzt von Angelika Kutsch.

Ab 4 Jahren

 

In Schweden, etwas abseits von einem kleinen Dorf, lebt der alte wunderliche Pettersson mit seinem sprechenden Kater Findus. Eines Tages kommt sein Nachbar Gustavsson vorbei und meint, dass derzeit der Fuchs durch die Gegend streift und sein Unwesen treibt. Da können natürlich Findus und Pettersson nicht tatenlos zuschauen. Nach reiflicher Überlegung schreiten sie zur Tat und bauen in ihrer Werkstatt ein „Pfefferhuhn“, aber das reicht natürlich nicht. Der Fuchs soll sich richtig erschrecken, damit ihm das Hühnerklauen ein für alle Mal vergeht. Und so werden die beiden immer erfinderischer. Letztendlich erbauen sie in ihrem Hof eine Feuerwerksgirlande und Findus soll den Fuchs noch zusätzlich in der Nacht, wenn er kommt, als Seilbahngespenst so richtig das Fürchten lehren. Ob das wohl gelingen wird?

 

Ein ein spezielles Herzensbuch, denn ich liebe seit langer Zeit die Geschichten von Pettersson und Findus; diesem alten, knurrigen, wunderlichen Mann, der aber sein Herz am richtigen Fleck hat und seinem kleinen frechen Kater, der so viel Wirbel, Energie und Sonnenschein in das Leben des Alten bringt. Und natürlich nicht zu vergessen die genialen, detailverliebten Illustrationen von Sven Nordqvist, die immer wieder zum genauen Hinschauen und Staunen einladen – ein wahrer Lese- und Augenschmaus und auch eines der Lieblingsbücher meines Sohnes!

 

Sven Nordqvist, Ein Feuerwerk für den Fuchs

Bilderbuch

Verlag: Oetinger

Preis: 14,40€


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„Marwans Weg“ von Patricia De Arias mit Illustrationen von Laura Boorás

Ab 4 Jahren

 

Thema: Flucht

 

Gemeinsam mit vielen anderen geht der kleine Marwan quer durch die Wüste, quer durch seine Heimat, ohne zu wissen, wohin und ohne zu wissen, wann er dort ankommt. Ihn begleiten seine Erinnerungen, die Erinnerungen an seine Mutter und an die Nacht, in der sie kamen und alles verschlangen. Er geht, ohne sich umzudrehen, geht in ein anderes Land auf der Suche nach einem anderen Zuhause. Und mit ihn geht die Hoffnung, die Hoffnung eines Tages zurückzukehren und die Hoffnung auf ein Leben, wie er es einst hatte.

 

Ein wunderschön sehr kunstvoll in gedeckten Aquarellfarben gemischt mit schwarzen Tuschezeichnungen illustriertes und in lyrischer Schreibweise erzähltes, emotionales Kinderbuch, das sich vor allem mit den Gefühlen von Geflüchteten und deren Wunsch nach der Rückkehr in ihr Heimatland auseinandersetzt.

 

Patricia De Arias, Marwans Weg

Bilderbuch

Verlag: minedition

Preis: 15,40€


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„Heul doch nicht, du lebst ja noch“ von Kirsten Boie

Ab 14 Jahren

Der Schauplatz ist Hamburg vom 22.6.1945 bis 28.6.1945, Deutschland hat kapituliert und ist in verschiedene Besatzungszonen geteilt.

 

Die Geschichte, die Kirsten Boie erzählt, handelt von drei Jugendlichen, die durch ihre erlebten Erfahrungen nicht unterschiedlicher geprägt sein könnten. Die Schule findet zu diesem Zeitpunkt noch nicht statt und die ständigen Zwangsferien belasten die Kinder sehr.

 

Traute, die Tochter eines Bäckers, geht es für die damalige Zeit eigentlich ganz gut. Ihre Familie hat das Glück, dass das Haus und die Bäckerei in Hamburg nicht zerbombt wurden. Die Eltern können unter großen Mühen ihr Geschäft weiter erhalten und Brot gegen zugeteilte Essensmarken eintauschen, die sie wiederum brauchen, um Mehl zum Backen zu bekommen. Trotzdem leidet sie, da ihre Freundinnen alle nicht mehr da sind, entweder wurden sie von ihren Eltern am Anfang des Krieges aufs Land geschickt oder vielleicht sind sie irgendwo zwischen den zerbombten Häusern in den Trümmern begraben. Außerdem muss ihre Familie Flüchtlinge aufnehmen und da es doch komische „Fremde“ sind, die jetzt ihrem Wohnzimmer einquartiert sind, fühlt sie sich zu Hause nicht mehr so wohl.

Herrmann, der Älteste der drei Jugendlichen, war ehemaliger HJ-Führer. Von seinem Elternhaus ist sehr nationalsozialistisch geprägt. Als der Vater aus dem Krieg zurückkehrt, hat er beide Beine verloren und kann nur noch in der Küche auf der Couch sitzen. Aus wilder Verzweiflung tyrannisiert sein Vater die Familie. Und dann gibt es noch Jacob. Er ist ein halbjüdisches Kind. Solange sein Vater noch lebte, war seine Familie noch in gewisser Weise geschützt. Sie durften zwar viele Dinge nicht mehr tun, die Ariern erlaubt waren, aber man konnte noch überleben. Mit dem Tod des Vaters ändert sich alles schlagartig. Die Mutter wird nach Theresienstadt deportiert und Jacob flüchtet zu einem älteren Herrn, der ihn eine Zeit lang bei sich in der Wohnung versteckt. Als es scheinbar für den älteren Herrn zu gefährlich wird, versteckt er Jacob in der Ruine eines zerbombten Hauses.

 

Jeder der drei Jugendlichen hat auf seine Art sein Schicksal zu ertragen und auch als der Krieg endlich vorbei ist, haben sie noch lange mit dessen Folgen zu kämpfen.

 

Kirsten Boie, Heul doch nicht, du lebst ja noch

Hardcover

Verlag: Oetinger 

14,40€


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"Dachs und Rakete - Ab in die Stadt“ von Jörg Isermeyer mit Bildern von Kai Schüttler

Ab 5 Jahren

Herr Dachs und seine Freundin Rakete, eine Schnecke, sind beste Freunde und leben gemeinsam auf dem Lande im Dachs Bau. Sie führen ein wunderbares Leben. Die beiden haben einen eigenen Garten mit viel angebautem Salat, spielen den ganzen Tag Kricket oder etwas anderes. Was für ein herrliches Leben! Außerdem ist Dachs ein großer Maschinenerfinder. Doch eines Morgens wird ihr beschauliches Leben gehörig aus den Angeln gehoben. Ein großer Bagger zerstört ihren Dachsbau, denn auf diesem herrlichen Fleckchen Erde soll ein Freizeitpark entstehen. Die beiden können gerade noch ihre sieben Sachen packen und sich auf den Weg machen. Jetzt müssen sie ein neues Zuhause finden und das ist gar nicht so einfach, denn manchmal kann so eine ungeplante Reise auch etwas beschwerlich sein. Zum Glück ist Dachs so ein toller Erfinder, das hilft den beiden sehr - allerdings sind nicht alle Erfindungen ganz ausgereift. Dabei kann es dann schon mal passieren, dass sie in Schwierigkeiten geraten. Nach einer turbulenten Reise kommen sie in die Stadt und müssen sich erst mal an das neue Stadtleben gewöhnen.

 

Eine lustige Geschichte mit einem Dachs, der niemals aufgibt oder den Mut verliert und immer neue Ideen nach dem Motto "Mach das Beste aus deiner Situation" hat.

 

Jörg Isermeyer, Dachs und Rakete Ab in die Stadt

Zum Vorlesen oder Selberlesen

Verlag: Beltz

Preis: 15,50€


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„Wie man eine Raumkapsel verlässt“ von Alison McGhee übersetzt von Birgitt Kollmann

Ab 13 Jahren

 

 Der 16-jährige Will ist ein sehr sensibler, feinfühliger, emphatischer junger Mensch. Seit drei Jahren geht er all seine Wege zu Fuß und immer wieder versucht er Maisbrot zu backen, so ein Maisbrot wie sein Vater immer gebacken hatte, aber es misslingt ihm jedes Mal. Dies alles macht er, um den Schmerz zu bekämpfen, den der Tod seines Vaters in ihm hinterlassen hat. Zu einigen Wegen, die in Verbindung mit seinem Vater stehen, möchten seine Füße ihn nicht tragen. Nicht zu dem chinesischen Laden mit den hundert Segenssprüchen, den er mit seinem Vater öfters besucht hat und auch nicht zu der Brücke in der Fourth-Street und auch lange nicht zu dem Haus seiner Freundin Playa, wo sie mit ihrer Familie lebt. Neben der Schule hat er einen Job in einem „One-Dollar-Shop“ angenommen, um seine Tage zu füllen. Und trotz seines eigenen Unglücks versteht er es für andere Menschen auf seine Art da zu sein. Egal ob das der Obdachlose ist, dem er ab und zu etwas abgibt; dem kleinen Schmetterlingsbeobachter, dem er ein Fernglas schenkt oder seinem kauzigen Chef aus dem One-Dollar-Shop, den er unterstützt.  Als seiner Freundin Playa aus Kindertagen etwas Schlimmes passiert, wagt er den ersten Schritt aus seiner Raumkapsel und lernt sich seinen Problemen zu stellen und mit ihnen umzugehen.

 

Die Zahl 100 zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte: Hundert Kapitel mit jeweils 100 Worten, 100 chinesische Schriftzeichen auf jeder Doppelseite und 100 kleine Geschenke für seine Freundin Playa.

 

Alles in allem ist daraus eine berührende, aufwühlende Geschichte geworden, die noch lange nachwirkt.

 

Alison McGhee, Wie man eine Raumkapsel verlässt

Softcover

Verlag: dtv

13,40€


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„Jukli oder wie ich einen kleinen Esel an der Backe hatte ...“ von Corinna Poetter

Ab 10 Jahren

 Flora lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern in einer Hochhaussiedlung. Es geht ihnen eher schlecht als recht. Freundinnen hat sie leider keine und außerdem wird sie in der Schule gemobbt und mit Berührungen hat sie auch ihr Problem. Wenn es ihr zu viel wird, haut sie einfach ab, auch wenn das keine Lösung ist. Als sie bei einer ihrer Fluchtaktionen in einen Schrebergarten landet und sich an einem Stacheldraht verletzt, wird sie von einer älteren, etwas seltsamen Frau namens Mamou verarztet, die zwei Esel im Garten hat. Flora freundet sich mit ihr an und erfährt von ihr, dass sie eine Roma ist. Da es sich um Zuchtesel handelt möchte Mamou, dass das Eselfohlen Jukli beim großen Eselfest in Frankreich in das Zuchtbuch eingetragen wird. Kurzerhand beschließt Flora, dass sie Mamou begleiten wird. Aber manchmal kommt alles anders als man denkt und Flora muss allein mit Jukli die Reise nach Frankreich antreten. Auf diesem Roadtrip quer durch Frankreich wächst Flora über sich hinaus, lernt viel über die Kultur der Roma, den Umgang mit dem kleinen, störrischen, liebenswerten Esel, den sie jetzt an der Backe hat und merkt wie wichtig ihr doch auch ihre eigene Familie ist.

 

Eine wunderbare Abenteuergeschichte und eine absolute Leseempfehlung. ❤️

 

Corinna Poetter, Jukli oder wie ich einen kleinen Esel an der Backe hatte und nicht mehr loswurde

Hardcover

Verlag: ‎ Magellan

Preis: 15,50€


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„Manchmal muss man Pferde stehlen“ von Antonia Michaelis

Ab 11 Jahren

 Durch den Verlust ihrer Mutter spricht Anna mit niemanden, außer mit ihrem Vater. Das macht das Leben für sie und ihre Mitmenschen schwierig. Anna soll reiten lernen, um so vielleicht ihre Ängste zu überwinden. Tariq ist ein Flüchtling aus Afghanistan, der vor den Taliban geflohen ist. Da er von seinem großen Bruder getrennt wurde, ist er oft sehr zornig und aggressiv. Er hat schreckliche Angst um seinen Bruder, da er befürchtet, dass dieser ausgewiesen wird und wieder nach Afghanistan zurückmuss. Da er ein guter Reiter ist, versucht er ein Pferd zu finden, um seinen Bruder, der in einer anderen Stadt untergebracht wurde, zu suchen.  Und so treffen sich Anna und Tariq eher zufällig bei der Pferdekoppel von „Apfelmütze“ und „Wackelpo“ – zwei großen Arbeitspferden und freunden sich vorsichtig an. Als Tariq beschließt auf die Suche nach seinem Bruder Jamal zur gehen, nimmt Anna ihren ganzen Mut zusammen und geht mit ihm. So beginnt für die beiden ein großes Abenteuer. Ob sie den Bruder wohl finden?

 

Eine berührende, spannende Geschichte in der viele Themen wie Flucht, Mobbing und Traumata hineinfließen. Ganz besonders ist auch der magische Schreibstil, mit dem uns Antonia Michaelis ihre Geschichte erzählt.

 

Antonia Michaelis, Manchmal muss man Pferde stehlen

Hardcover

Verlag: ‎ Oetinger

Preis: 15,50€


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„Irgendein Berg“ von Fran Pintadera mit Illustrationen von Txell Darné. Übersetzt von Silvia Bartholl

Ab 4  Jahren

 

Thema: Krieg

 

In einem weit entfernten Land gibt es ein Dorf auf einem Berg, in dem lauter glückliche Menschen leben. Sie sind überzeugt davon, dass ihr Dorf das schönste der Welt ist. Und auch die Leute unten im Dorf am Fuß des Berges sind glücklich mit ihrem Leben und finden das kein anderes Dorf so schön wie ihres ist. Als es eines Tages zum Streit kommt, beginnt das Dorf oben auf dem Berg einfach Steine zu werfen. Das können sich die Dorfbewohner unten am Berg natürlich nicht bieten lassen und so entsteht ein Konflikt, der nicht nur beide Dörfer in Schutt legt, sondern auch einen tiefen Riss in den kompletten Berg treibt.

 

In einfachen Worten macht dieses Bilderbuch auch schon kleinen Kindern begreiflich wie es zu Streit, Kampf und Zerstörung kommen kann. Die farbenfrohen, naiven Illustrationen im Collagestil mildern die Härte des Krieges optisch ein wenig ab. Die Botschaft des Buches bleibt dabei aber klar ersichtlich: Missverständnisse, fehlende Verständigung und Selbstgerechtigkeit können schnell dazu führen, dass anfangs auch kleine Konflikte schnell eskalieren und jeden Frieden in Gefahr bringen.

 

Ein gutes Buch, um sensiblen Kindern zu erklären, wie es zum Krieg kommen kann.


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„Über Tyrannei“ (Illustrierte Ausgabe) von Timothy Snyder mit Illustrationen von Nora Krug. Übersetzt von Andreas Wirthensohn.

Ab 14 Jahren

 

Erstmals 2017 erschienen, trifft dieses Buch punktgenau den politischen Nerv unserer Zeit, in der auf der ganzen Welt Demokratien unter dem Ansturm eines neuen Autoritarismus zu wanken beginnen. Timothy Snyder, US-amerikanischer Historiker mit Forschungsschwerpunkt osteuropäische Geschichte und Holocaustforschung, liefert hier zwanzig Lektionen für den Widerstand und appelliert an uns alle, sich der derzeitigen Entwicklung entgegenzustellen.

 

In seinen 20 Lektionen erklärt er an Beispielen der europäischen Geschichte, wie schnell Festgeglaubtes sich ändern kann, wie man Tyrannei enttarnen, erkennen und was man gegen ihr aufflammen tun kann. Gut nachvollziehbar erläutert Snyder unter anderem die Macht der Symbole, die Gefahren vorauseilenden Gehorsams, die Wichtigkeit, Institutionen zu schützen, die Gefahren von Paramilitärs, die Wichtigkeit der Sprache für unser Denken und Verstehen und die Bedeutung der Erkenntnis der Geschichte.

 

Auch die Illustrationen von Nora Krug packen einem. Ihre ausdrucksstarken Collagen bestehend aus Zeichnungen und Fotos, die sie antiquarisch oder auf Flohmärkten zusammengetragen hat, verdeutlichen auf sehr markante Weise das fragmentarische der Geschichte und des Erinnerns daran.

 

Es ist erstaunlich und erschreckend, wie aktuell dieses Buch ist.


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„Kriege gehören ins Museum. Teil 1“ von Nora Rath-Hodann mit Illustrationen von Johanna Baader

Ab 8 Jahren

 

Julie fragt ihre Mutter, ob sie ihr etwas über Kriege erzählen kann. Um diese Frage zu beantworten, gehen sie ins Museum und wir begleiten die beiden bei ihrem Ausflug in die österreichische Vergangenheit. Während wir dem Dialog zwischen Mutter und Tochter rund um die Frage „Warum eigentlich Krieg?“ folgen erfahren wir so einiges über die großen Kriege des 17. – 19. Jahrhunderts, vom 30-jährigen Krieg über die zweite Türkenbelagerung bis hin zu den napoleonischen Kriegen. Der Autorin gelingt es sehr gut den Krieg bildhaft und lebendig zu beschreiben, indem sie nicht nur dessen Verlauf erklärt, sondern auch über andere Sachverhalte wie welche Waffen im Kriegsgeschehen zu welcher Zeit Verwendung fanden, welche heute geläufigen Sprichwörter aus Kriegszeiten stammen und welche Veränderungen nach den Kriegsgeschehen eintraten oder auch nicht, anspricht. Das macht die Erzählung sehr abwechslungsreich und spannend. Nicht nur die optisch und farblich abgesetzten kurzen Exkurse zu vorkommenden Persönlichkeiten oder Sachverhalten, sondern auch die Verwendung der Dialogform und Julies Reaktionen auf die Erzählungen ihrer Mutter lockern die Berichterstattung auf. Schön ist auch, dass besonderes Augenmerk auf Österreich und dessen Rolle im Kriegsgeschehen gelegt wird und dass immer wieder Hinweise auf Ausstellungsstücke des Heeresgeschichtlichen Museums und Bauten oder Statuten in Wien eingeflochten werden.

 

 

Ein gelungenes Buch der Serie Julie geht ins Museum, das es schafft, das schwierige Thema Krieg verständlich und kindgerecht zu vermitteln. Band 2 soll Ende dieses Jahres erscheinen und befasst sich mit den beiden Weltkriegen.


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„Sechs Männer“ von David McKee

Ab 5  Jahren

 

Thema: Krieg

 

Es waren einmal sechs Männer auf der Suche nach einem Ort, an dem sie in Frieden leben und arbeiten konnten. Als sie diesen Ort, an dem es ihnen gut ging und sie immer reicher wurden, gefunden hatten, kamen auch schon die Sorgen. Sie hatten Angst, jemand könnte kommen und ihnen das, was sie hatten, wegnehmen. Als sie schließlich sechs Soldaten anheuerten, die ihren Hof bewachen sollten, nimmt die Geschichte ihren Lauf …

 

Die filigranen schwarz-weißen Tuschezeichnungen in scheinbar unkontrollierten Strichen spiegeln sehr schön die Widersprüchlichkeit und Zerbrechlichkeit allen menschlichen Handelns wieder und fangen auch den Irrsinn und die Grausamkeit des Krieges deutlich ein.

 

Ein zeitloses Bilderbuch und eine scharfsinnige Parabel, die sehr klar und verständlich vor Augen führt, welche Beweggründe dazu veranlassen können, zu den Waffen zu greifen und kriegerische Handlungen ausarten zu lassen.


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„Die Geschichte von Elenis Konfetti - Refugees Welcome“ von Jonas und Daniela Leidig

Ab 3 Jahren

 

 Thema: Flucht

 

Eleni wohnt mit ihrer Familie auf einem Hügel irgendwo in Griechenland. Seit ein paar Wochen werden unten am Fuße des Hügels Zelte aufgebaut und Eleni erfährt, dass die Menschen, die in diesen Zelten wohnen sollen, geflohen sind. Ihre Oma erklärt ihr, dass das mit dem „Aufdieweltkommen“ genauso ist, wie wenn man Konfetti in die Luft schmeißt, denn Babys werden überall auf der Welt geboren, es ist Zufall, wo man landet. Manche werden in einem friedlichen Land geboren, andere in einem Land, in dem Krieg wütet. Wenn es irgendwann einmal zu viel ist, suchen sich diese Menschen einen neuen Ort, an dem sie in Frieden leben können. Als Eleni das erfährt, möchte sie den Menschen in den Zelten unbedingt helfen. Nur wie?

 

Ein ruhiges Bilderbuch, das die Situation von Menschen auf der Flucht sachlich erklärt und Möglichkeiten aufzeigt, wie man helfen und sie willkommen heißen kann. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und Mut macht, selbst etwas zu tun, auch wenn es nur eine kleine Geste ist.

 

Daniela Leidig, Die Geschichte von Elenis Konfetti

Bilderbuch

Verlag: minedition

Preis: 18,50€


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„Alles wird gut, immer“ von Kathleen Vereecken mit Illustationen von Julie Völk. Übersetzt von Meike Blatnik.

Ab 10 Jahren

 

Belgien 1914. Wie schön die Welt ist: Kirmes und eine beste Freundin, mit der man lachen und fröhlich sein kann. Aber vielleicht stimmt das nicht ganz. Denn wir taten nur so. Damit wir nicht hörten, was alle dachten und nicht darüber nachdenken mussten, was allen Angst machte. Denn natürlich wussten wir Kinder es, obwohl wir es nicht wissen durften. Wir hörten es aus den wilden Geschichten der älteren Jungen. Vor allem das eine Wort, das immer wiederkehrte; Krieg. Aber was ist Krieg? Was passiert dann?

 

Zuerst kamen sie aus Richtung des Krieges, Wagen voller Männer, Frauen und Kinder. Dann kam die Garde, um die Männer für das Militär abzuholen. Man hörte Kanonen donnern. Wenig später donnerten deutsche Soldaten in einem endlosen Strom über die gepflasterte Straße. Und dann kam der Hunger. Schließlich gingen wir. Dorthin, wo es sicherer ist. In der Nacht, denn die war sicherer als der Tag. Doch ob sicherer ausreichte?

 

Wenn mir jemand anders erzählen würde, wie Krieg ist, würde ich denken, dass ich die ganze Zeit über Angst hätte. Aber so war es nicht. Wir hatten manchmal Angst. Meisten jedoch lebten wir einfach weiter.

 

Eine zeitlose Geschichte über Liebe und Zusammenhalt in der Familie, über Krieg und Flucht, über das Begreiflich- und das Weitermachen und auch darüber, wie schön die Welt trotz alledem sein kann.

 


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„Der klitzekleine Hase und seine Freunde" von Gerda Wagener mit Illustrationen von Marie-José Sacré

Ab 4 Jahren

Eines Tages beschließt der klitzekleine Hase sich auf den Weg zu machen, um einen Freund zu suchen, denn zu zweit geht alles besser!

Aber das ist gar nicht so einfach, denn der eine Hase findet ihn noch zu klein und der andere hat leider gar keine Zeit, weil er so viel zu tun hat.

So wandert der klitzekleine Hase einfach weiter bis er den Regenbogen trifft, der ihm zuhört als er ihm von seinen Sorgen erzählt. Zum Abschied schenkt ihm der Regenbogen ein Töpfchen Regenbogenfarbe, damit der klitzekleine Hase sich immer daran erinnern kann, dass Freundschaft etwas bunt Schillerndes ist. Bald darauf trifft er die Sonne und sie wärmt ihn mit ihren Strahlen. Auch von ihr bekommt er zum Abschied ein Töpfchen Sonnengold. Nun weiß er, dass Freundschaft auch etwas Wärmendes ist.

Am Abend trifft der klitzekleine Hase den Mond und ruht sich beim ihm aus. Als sie sich voneinander verabschieden, schenkt ihm der Mond ein Topf Mondsilber. Jetzt weiß der kleine Hase, dass Freundschaft auch etwas Sanftes und Zärtliches ist. Der klitzekleine Hase muss sich beeilen, denn das Osterfest ist nicht mehr weit. Zuhause

bemalt er seine Ostereier mit den Farben, die er von seinen Freunden geschenkt bekommen hat. Und allen, die die bemalten Eier am Ostersonntag finden, erzählten sie, wie gut es ist einen Freund zu haben.

 

Eine leise, warme Ostergeschichte, die uns den Wert einer „echten“ Freundschaft vor Augen führt mit liebevollen, nostalgischen Illustrationen von Marie-José Sacré

 


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„Krieg: Stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller mit Illustrationen von Helle Vibeke Jensen. Übersetzt von Sigrid Engeler.

Ab 13  Jahren

Wenn bei uns Krieg wäre, wohin würdest du gehen? Mit dieser Frage beginnt dieses außergewöhnliche, seitenschlanke, aber dennoch sehr gehaltvolle Buch, das in der Originalfassung schon 2001 entstand.

 

Ein Gedankenexperiment; stell dir vor, es ist Krieg, aber nicht anderswo, sondern hier mitten bei uns in Europa. Die wesentlichen Demokratien sind gescheitert und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen. Wohin würdest du gehen, wenn der Hunger und die Angst vor Kälte, Bomben und die Gleichschaltung durch die Geheimpolizei dich aus deinem Heimatland treiben würde. Wenn nichts mehr übrig ist. Wohin, wenn kein Land mehr Flüchtlinge aufnehmen will? Dem 14-jährigen Protagonisten und seiner Familie bleibt nur die Flucht nach Ägypten. Und was passiert dann in einem Land, in dem man als Migrant lebt. Einem Land, dessen Kultur einem so fremd ist? Wo man sich als Außenseiter fühlt und sich nach dem zu Hause sehnt. Doch wo ist das dieses zu Hause?

 

Der Gedanke, dass äußere Umstände das eigene Leben in kürzester Zeit auf den Kopf stellen können, ist für die meisten von uns schwer vorstellbar. Dieses Buch ist eine Einladung, sich in das Leben eines Flüchtlings hineinzudenken, das Schicksal anderer nachvollziehbar zu machen und Verständnis zu entwickeln.


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„Warum?“ von Nikolai Popov

Ab 5 Jahren

 

Thema: Krieg

 

Eine Maus und ein Frosch beginnen sich um eine ganz bestimmte Blume zu streiten. Der Streit wird immer unerbittlicher und es kommen immer mehr dazu, die mitstreiten. Die Methoden werden rauer und die Zerstörung immer größer. Bis zum Schluss nur noch Asche und Rauch über ist.

 

Das Bilderbuch kommt ganz ohne Worte aus und schafft es gerade deshalb besonders eindrücklich aufzuzeigen, wie schnell und einfach ein Streit eskalieren und ausarten kann. Auch die Sinnlosigkeit wird treffend einfangen, indem die Geschichte dort endet, wo sie beginnt. Mit Zweien, die sich gegenüberstehen und sich verwundert ansehen. Die beiden haben sich nicht verändert, aber die Welt um sie herum sehr wohl. Denn was früher grüne Blumenwiese war, ist jetzt nur noch Rauch und Asche. Dass es sich bei den beiden um einen Frosch und eine Maus handelt, tut dem Aufzeigen der schrecklichen Kosten des Krieges keinen Abbruch.

 

Eine außergewöhnliche Fabel, die es in möglichst klarer Form schafft, auch schon Kindern verständlich zu machen, dass Krieg im Kleinen beginnt, im Streit um Dinge, mit Wut oder auch Angst.

 

Der Illustrator und Autor Nikolai Popov hat den Krieg in seiner Kindheit selbst erlebt und das hat tiefen Eindruck auf ihn hinterlassen. Deshalb ist ihm dieses Buch auch so wichtig, weil er sich ganz sicher ist, dass Kinder, wenn sie Krieg begreifen, künftig eine Kraft für den Frieden werden können.

Nikolai Popov, Warum?

Bilderbuch

Verlag: ‎ minedition

Preis: 15,50€


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„Lieber Besucher aus dem All“ von Sophie Blackall. Übersetzt von Anna Schaub.

Ab 4 Jahren

 

Ein Kind schreibt einen Brief. Es schreibt ihn aber an ein ganz besonderes Lebewesen, und zwar an einen Besucher aus dem All. In seinem Brief klärt es über alles auf, was man über die Erde und seine Bewohner wissen muss, wenn man uns besuchen kommt. Darüber, wie wir leben, wie wir zusammenleben, was uns ausmacht, die Arten menschlicher Konflikte, worin wir uns unterscheiden und worin wir einander ähnlich sind. Von den Tieren und den Wundern der Natur. Wie schön und faszinierend dieser Planet ist, den wir uns alle teilen.

 

Da die Illustratorin und Autorin Sophie Blackall von Begegnungen mit Kindern auf der ganzen Welt zu diesem Buch inspiriert wurde, schafft sie es sowohl in den kurzen Textpassagen als auch in den detailreichen, farbenfrohen Illustrationen sowohl in der Darstellung als auch im Bildaufbau die Vielfalt und Diversität all der unterschiedlichen Lebensweisen auf unserem Planeten wunderbar einzufangen.

 

Sophie Blackall, Lieber Besucher aus dem All

Bilderbuch

Verlag: ‎ NordSüd

Preis: 18,40€


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„Ching Chang Stop“ von Dian Gohring

Ab 8  Jahren

 

Obwohl Dian nicht so aussieht wie die meisten bayrischen Mädchen, ist sie in Bayern geboren und aufgewachsen. Sie trifft sich gerne mit Freund*innen, isst am liebsten Kartoffeln und findet sich ganz schön durchschnittlich. Und doch erinnern sie einige Menschen regelmäßig daran, dass sie das nicht so sehen.

 

In diesem ganz besonderen Graphic Novel teilt die Autorin und Illustratorin Dian Gohring einige ihrer persönlichen Erfahrungen mit uns. Von der Kindheit über die Jugend bis hin ins Erwachsenenalter zeichnet sie in klaren Worten und mit eindrücklichen Illustrationen ein sehr ausdrucksstarkes Bild von Alltagsrassismus und was dieser in einem Menschen auslöst. Dadurch, dass den Illustrationen viel Platz eingeräumt wird, haben sie die Möglichkeit, sehr ausdrucksstark Dians Gefühle aufzuzeigen und sie so für uns fühlbar und nachvollziehbar zu machen. Es ist ein sehr mutiges Buch, in dem die Autorin ehrlich ihre Meinung sagt. So schafft sie es das für uns alle wichtige Thema Alltagsrassismus einerseits greifbar zu machen und vor allem auch betroffenen Menschen eine Menge Zuversicht mitzugeben.

 

Eine unbedingte Leseempfehlung, denn Rassismus geht uns alle etwas an.


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„Die Welt da draußen“ von Jessica Meserve. Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn.

Ab 3 Jahren

 

Kaninchen bleiben gerne in ihrem gemütlichen, warmen und sicheren Zuhause und sind am liebsten mit anderen Kaninchen zusammen. Die Welt da draußen, jenseits vom Kaninchenbau, kann nämlich manchmal ganz schön beängstigend wirken. Man denke nur an die fremden Wesen mit Schuppen, Hörnern oder Krallen! Und deshalb halten sie sich einfach gerne an das, was sie kennen; wie Karotten. Doch eines Tages passiert ein Unglück und Kaninchen purzelt bei der Suche nach der perfekten süßen Karotte mitten hinein in ein Abenteuer. Und während es dabei sehr viel nichts kaninchenhaftes und sehr viele Nicht-Kaninchen trifft, kommt ihm ein sehr neuer und gewagter Gedanke und es beginnt Dinge auszuprobieren und etwas zu wagen ... Eine mitreißende Geschichte darüber, wie bereichernd die Welt da draußen sein kann.

 

Nicht nur die Geschichte, auch die Illustrationen in feinem Strich und zarten Aquarellfarben sind wunderschön. Sie wirken fast schon wuselig, stecken voller Charakter und kleiner Details, und wenn man ganz genau schaut, gibt es, so wie auf unserer Welt auch jede Menge zu entdecken! Man muss sich nur hinauswagen und genau schauen ...

 

Jessica Meserve, Die Welt da draußen

Bilderbuch

Verlag: ‎ Bohem Press

Preis: 17,50€


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„Wenn sieben wilde kleine Hasen dem Nachbarn gleich zu Hilfe rasen“ von Sabine Praml mit Illustrationen von Christiane Hansen

Ab 3 Jahren

 

Die sieben kleinen Hasenkinder rasen jetzt auch durch ein Bilderbuch!

 

Als die sieben kleinen Hasen gerade ihre große Leidenschaft fürs Fußballspielen entdecken, landet ein ganz besonders langer Schuss auch schon durch die Fensterscheibe mitten in den Küchenschrank von Herrn Meier. Das ist der Nachbarn der Häschen und der hat es gerade ganz besonders schwer. Denn nicht nur herrscht jetzt heilloses Durcheinander in seiner Küche, er hat auch noch ein Gipsbein und kann kaum laufen, nicht auf die Post und nicht essen kaufen. Aber es wären ja nicht die sieben wilden kleinen Hasen, würden sie ihren Nachbarn nicht gleich zur Hilfe rasen. Zum Glück wissen sie ganz genau, was Herrn Meier helfen und aufmuntern könnte.

 

Ein neues Abenteuer rund um die sieben kleinen Hasenkinder in gewohnt liebenswerten Reimen und fröhlich wimmeligen Illustrationen.

 

Sabine Praml, Wenn sieben wilde kleine Hasen dem Nachbarn gleich zu Hilfe rasen

Bilderbuch

Verlag: ‎ Oetinger

Preis: 14,40€


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„Rapurzel: Das Märchen vom mutigen Hasenmädchen“ von Gareth P. Jones mit Illustrationen von Loretta Schauer. Übersetzt von Cornelia Boesse.

Ab 3 Jahren

Das Häschen Rapurzel hat nicht nur ein buschiges Schwänzchen, sondern auch zwei sehr, sehr lange Ohren, die ihm immer hinterherschleifen. Weil ihre Hasenmama Angst hat, ihrem Rapurzel könnte etwas passiert, sperrt sie es in einen hohen Turm, den man nur betreten kann, wenn Rapurzel ihre langen Ohren hinunterlässt. Moment? Die Geschichte kommt euch bekannt vor? Und dann kommt auch noch ein Hasenjunge, der Rapurzel befreien möchte ...

 

Dieses Bilderbuch erzählt das wohlbekannte Märchen in witzigen Reimen und noch witzigeren Illustrationen in kräftigen Farben und mit ausdrucksstarkem Strich nach. Allerdings braucht unser Rapurzel niemanden, der sie rettet, denn sie ist eine starke Heldin und weiß sich selbst ganz gut zu helfen, zur Not auch mit Karatekicks!

 

Ein lustiges und unterhaltsames modernes Märchen, bei dem die Heldin ihr Schicksal selbst in die Pfoten nimmt und sich ganz einfach selbst rettet.

 

Gareth P. Jones, Rapurzel: Das Märchen vom mutigen Hasenmädchen

Bilderbuch

Verlag: ‎ arsEdition

Preis: 15,50€


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„The Inheritance Games“ von Jennifer Lynn Barnes. Übersetzt von Ivana Marinovic´.

Ab 14 Jahren

 

Die 17-jährige Avery ist in ihrem Leben nicht gerade vom Glück gesegnet, ihre Mutter ist vor längerer Zeit verstorben und ihr Vater kümmert sich nicht um sie. Bis vor Kurzem lebte sie bei ihrer Stiefschwester, aber da es mit deren Freund Probleme gibt, zieht sie es vor, lieber in ihrem alten Auto zu übernachten. Kurz darauf wird sie in ihrer Schule in die Direktion zitiert und erfährt, dass sie bei der Testamentseröffnung des Milliardärs Tobias Hawthorne dabei sein soll. Aber nicht nur ihre Anwesenheit verwundert sie, sondern sie wird zur Haupterbin seines Vermögens eingesetzt. Dabei kennt sie den Erblasser nicht einmal. Einziger Haken an dieser Geschichte ist allerdings, dass sie ein Jahr mit dessen Familie, die mit marginalen Geldsummen abgespeist wird, unter einem Dach leben muss. Die vier Enkelsöhne wurden von klein auf von ihrem Großvater mit kniffeligen Rätseln betraut, um ihren Kampfgeist gegeneinander zu erproben. Und so hinterlässt er ihnen auch nach seinem Tod ein von langer Hand geplantes Rätsel, dessen Ziel es ist, sie auf ein Familiengeheimnis aufmerksam zu machen. Aber wie hängt Avery in dieser Geschichte mit drin? Denn um das Rätsel lösen zu können, muss auch sie mit von der Partie sein. Aber nicht nur die rätselhafte Handlung macht das Lesen spannend, sondern es wird einem richtig mulmig zumute, als eines Nachts auf Avery geschossen wird und man dann auch noch erfährt, dass zwei der Enkelsöhne ein Mädchen sehr gut gekannt hatten, die auf mysteriöse Weise ums Leben kam.

 

Ein kribbeliges Leseabenteuer für alle Fans von „One of us is lying“. Voller Spannung warten wir auf den 2. Teil, der im Juli 2022 erscheinen wird!!!

 

Jennifer Lynn Barnes, The Inheritance Games

Paperback

Verlag: dtv

13,40€


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„Ich bin der Hase“ von Katrin Wiehle

Ab 3 Jahren

 

In diesem schönen Naturbuch stellt sich der Hase vor und erzählt uns von allem, das ihn besonders macht. Von den Dingen, die er ganz besonders gut kann, Orten, die ihm ganz besonders gut gefallen und Pflanzen, die ihm ganz besonders gut schmecken. Was es mit der Hasenhochzeit auf sich hat und warum es Hasen wichtig ist, nicht mit Kaninchen verwechselt zu werden. So erfahren wir allerhand über diese spannenden Tiere.

 

Obwohl auch Fachbegriffe wie Sasse oder Köttel vorkommen, wird alles in einfachen Worten und kurzen Sätzen beschrieben, damit es auch schon die Kleinsten gut verstehen. Ein wunderbares Pappbilderbuch mit klaren digitalen Illustrationen, die sich auf wesentliche Formen reduzieren und doch voller Witz und Charakter stecken. Da dieses 100 % Natur-Buch mit ökofarben auf Recyclingpapier gedruckt wurde, sind die Farben zwar etwas gedeckt, das passt sehr gut zu der Darstellung des natürlichen Lebensraums von Hasen.

 

Eine wunderbarere erste Gelegenheit heimische Tiere besser kennenzulernen.


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