Unsere aktuellen LeseTIPPS

„Hieronymus oder Wie man wild wird“ von Annette Pehnt mit Illustrationen von Henrike Wilson

Ab 8 Jahren

 

Ein wunderbares Buch zum Vor- oder Selberlesen, in dem die zwei Hauptcharaktere so richtig über sich hinauswachsen und lernen, zu sich selbst und ihrer eigenen Meinung zu stehen. Mit wunderschönen Illustrationen in Grautönen in Holzschnitt-Optik, die zusätzlich für Charakter, Witz und Atmosphäre sorgen.

 

Luki staunt nicht schlecht, als er eines Tages ein Kratzen an seiner Fensterscheibe hört. Oder war es doch eher ein Klopfen? Und er staunt noch viel mehr, als er plötzlich in die zwei glitzernden schwarzen Augen eines Waschbären schaut, der auch noch redet! Und das auch noch besonders höflich. Sein Name ist Hieronymus und er hat ein Problem, denn seine Geschwister halten ihn für zu zahm und haben ihn deshalb verstoßen und zu den Menschen geschickt. Hieronymus tut Luki leid, denn auch er hat es mit seinen Mitschülern nicht immer leicht. Weil er nicht gut kicken kann, nie Zeit hat und sehr gut in Schule ist, nennen sie ihn "Luki das Schulass“ oder noch gemeinere Sachen und so beschließt Luki, obwohl er ganz sicher kein Experte ist, Hieronymus beim Wildwerden zu helfen.

 

Vernünftig, wie die beiden nun einmal sind, machen sie sich einen Plan, einen Wildheitsplan für Hieronymus und für Luki machen sie gleich einen mit. Doch so richtig wissen die zwei eigentlich gar nicht, was es überhaupt heißt wild zu sein. Und wer sagt überhaupt, dass so ein wildes Leben besser ist? Und geht auch wild und höflich?

 

Eine spannende Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen, die man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, darüber, was es heißt, ein wahrer Freund zu sein.


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„Der Himmel über dem Platz“ von Martina Wildner mit einer Coverillustration von Felicitas Horstschäfer

Ab 12 Jahren

 

Das Schönste am Fußball: Alles ist einfach und klar. Ein Tor ist ein Tor und ein Fallrückzieher, falls man ihn kann, ein Fallrückzieher. Das normale Leben hingehen ist voller Uneindeutigkeiten und Halbwahrheiten vor allem dann, wenn man ein Mädchen ist und Fußball spielt. Und noch schlimmer wird es, wenn man als Mädchen in eine Jungenmannschaft wechselt. Vor allem wenn man zu Blau-Weiß wechselt, einem echten Männerverein ohne Frauenabteilung. Jolanda, Jo genannt, großer Traum aber ist es, in die Nationalmannschaft zu kommen. Und so geht es für sie in diesem aberwitzig heißen Sommer um alles. Einerseits darum, gegen Vorurteile aus allen Richtungen gewappnet zu sein, denn nicht nur ihre Mitspieler haben Probleme damit, ein Mädchen in der Mannschaft zu haben, sondern auch deren Eltern. Andererseits darum, sich vor dem eigenen, überambitionierten Vater und sich selbst zu beweisen. Zum Glück ist aber nicht alles nur Schwarz oder Weiß, Ronaldo oder Messi, gewonnen oder verloren, denn Jo bekommt auch Unterstützung aus einer teilweise recht unerwarteten Ecke. Und so erkennt sie, dass ihr größtes Hindernis tatsächlich sie selbst ist und dass sie allem trotzen, und alles schaffen kann, wenn sie beginnt, sich selbst und ihrem Können zu vertrauen.

 

Eine authentisch erzählte Geschichte voller Humor und Tiefgang rund um das Thema Frauen im Fußball.

 

Martina Wildner, Der Himmel über dem Platz

Hardcover

Verlag: Beltz & Gelberg

Preis: 14,40€


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„Das Glück wartet nur bis um vier“ von Kate O´Shaughnessy. Übersetzt von Barbara Lehnerer.

Ab 10 Jahren

 

May lebt mit ihrer Mutter in einer Wohnwagensiedlung in Louisiana. Ihren Vater kennt sie nicht. Das Einzige, was sie jemals von ihm hatte, ist eine Nachricht auf der Mailbox eines alten Handys ihrer Mutter. Eines Tages hört May die Stimme ihres Vaters, der im Radio eine Musiksendung moderiert. Sie ist sich sicher, dass er es sein muss, und ihr sehnlichster Wunsch ist es, ihn kennenzulernen. Zum Glück veranstaltet ihr Vater mit dem Sender einen Gesangswettbewerb und da trifft es sich besonders gut, dass ihre Mutter ausgerechnet jetzt auf eine Konzerttour geht und sie von ihrer strengen Nachbarin betreut wird. Doch wie soll sie zu diesem Wettbewerb nach Nashville kommen? Doch manchmal kommt die Hilfe von einer strengen, aber gutherzigen Nachbarin, von der man dies niemals erwartet hätte. Und so begleiten wir May auf einer abenteuerlichen Fahrt Richtung Nashville mit vielen Erlebnissen und Hindernissen. Ob ihr Traum, ihren Vater zu treffen, dort wohl in Erfüllung geht?

 

Ein überaus gefühlvolles, aber auch sehr spannendes Buch über eine Einzelgängerin, die Mut beweist und merkt, dass viel mehr in ihr steckt, als sie jemals vermutet hatte.


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„Wenn Bären baden“ von Ulla Mersmeyer

Ab 4 Jahren

 

Quietschvergnügt macht sich das Schwein auf den Weg zum See, um bei diesem schönen Wetter einen Planschtag einlegen. Gut ausgerüstet mit Schwimmreifen, Schwimmflügeln und Badebrille muss es dort aber feststellen, dass sich zwar Badegäste am Ufer tummeln, aber keiner sich traut, ins Wasser zu hüpfen. Denn der Bär trainiert in diesem Sommer für die anstehenden Schwimmmeisterschaften und duldet deshalb niemand anderen im See. Davon ist das Schwein aber wenig beeindruckt und wagt sofort den Sprung ins kühle Nass. Ob das gut gehen kann?


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„Dinge die so nicht bleiben können“ von Michael Gerard Bauer. Übersetzt von Ute Mihr.

Ab 14 Jahren

 

In humorvollem, selbstironischem Ton erzählt uns ein stinknormaler Typ, wie er am Tag der offenen Tür der Landesuniversität auf ein falsches Mädchen trifft. Nicht nur Fridas Äußeres ist interessant, sie hat auch die interessante Angewohnheit, sich Geschichten auszudenken und diese als Wahrheit zu präsentieren. Doch als etwas Unerwartetes passiert, fängt die coole Fassade, die sich Frida aufgebaut hat, zu bröckeln an und Sebastian beginnt sich zu fragen, wie viel von dem, was Frida ihn über sich erzählt hat, wirklich wahr ist. Ist er für sie bloß ein weiterer Zuhörer für ihre Theatervorstellung? Spielt die Wahrheit überhaupt immer die wichtigste Rolle? Und wie gut kann man jemanden an nur einen Tag kennenlernen?

 

Eine zarte Liebesgeschichte voller unterhaltsamer Dialoge, absurder Situationen und überraschender Wendungen.

 

Dinge die so nicht

Hardcover

Verlag: Hanser

15,50€


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„Mission Hollercamp – Das verlassene Boot“ von Lena Hach mit Illustrationen von Lisa Hänsch

Ab 10 Jahren

 

Für die Familien von Leon, Emily und Jakub heißt es jeden Sommer auf zum Camping an den Hollersee! Dort treffen sie sich um himmlische Wochen voller Sonne, Baden und Eis mitten in der Natur zu genießen. Doch dieses Mal ist etwas anders, denn die Ferienreise wird von rätselhaften Ereignissen überschattet. Leon, Emily und Jakub nehmen die Fährte auf ...

 

„Das verlassene Boot“ ist schon Band 2 der Hollercamp-Serie aus der Feder von Lena Hach. Während die drei Freunde im ersten Band „Der unheimliche Fremde“ auf der Spur eines merkwürdigen Fremden, der stets barfuß unterwegs ist sind, kommen sie im zweiten Band gar nicht zur Ruhe. Die drei haben sich Feinde auf dem Campingplatz gemacht, die wieder fiese Pläne gegen sie schmieden. Außerdem ist ihr Freund aus dem letzten Urlaub verschwunden und so bleibt Leon, Emily und Jakub nichts anderes übrig, als wieder zu ermitteln.

 

Eine neue spannende Serie in authentischem Erzählton voller liebenswerter Charaktere, die auch Macken und Kanten haben dürfen rund um die Themen Freundschaft, Abenteuer, Ferien und Zusammenhalt.

 

  • Mission Hollercamp Band 1 - Der unheimliche Fremde
  • Mission Hollercamp Band 2 - Das verlassene Boot
  • Mission Hollercamp Band 3 - Der rätselhafte Schatz (erscheint im Juli 2021)

 


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„Emilio und das Meer“ von Elisa Sabatinelli mit Illustrationen von Iacopo Bruno. Übersetzt von Krinstina Scharmacher-Schreiber.

Ab 6 Jahren

 

Emilio liebt das Meer genauso wie seine ganze Familie und er liebt das Seemannsgarn, das sein Opa spinnt. Meistens weiß er nicht genau, welche dieser Geschichten wahr und welche erfunden sind. Nur die Geschichte von der Perle, die ist ganz und gar wahr, da sind sich alle sicher! Es ist die kostbarste, die weißeste und die reinste Perle der Welt und sie strahlt so schön wie ein Stern. Als Emilio bei seinem allersten Tauchgang genau diese Perle findet, kann er sein Glück nicht fassen. Doch der Perle scheint es an Land nicht so gut zu gehen. Es ist, als hätte sie Heimweh, denn sie verliert langsam ihr Leuchten. Also beschließt Emilio der Perle zu helfen und sie zurück ins Meer zu bringen. Aber wie soll man das Anstellen, wenn am Strand Tag und Nacht Gauner lauern, um sich die Perle unter den Nagel zu reißen?

 

Eine Geschichte zum Vorlesen mit zahlreichen wunderschönen Illustrationen, die verzaubert und einem die unendliche Schönheit und Faszination des Meeres mit all seinen Schätzen und Geheimnissen näherbringt.

 

Elisa Sabatinelli, Emilio und das Meer

Vorlesebuch

Verlag: Coppenrath

Preis: 13,40 €


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„Calypsos Irrfahrt“ von Cornelia Franz

Ab 10 Jahren

 

Oscar macht im Sommer mit seinen Eltern und der alten Hundedame Lucy einen 4-wöchigen Segeltörn im Mittelmeer. Eigentlich hätte er sehr gern seinen Freund Yannik mitgenommen, aber das wollten seine Eltern nicht. Oder er wäre gerne auf ein Fußballcamp mit seinen Freunden gefahren, aber stattdessen liegt er jetzt auf einem Segelboot und langweilt sich schon am 3. Tag. Das werden sicherlich die ödesten Ferien seines Lebens. Eines Nachmittags nimmt Lucy plötzlich eine Witterung auf und nach anfänglichen Winseln wird sie immer nervöser und kläfft. Oskar folgt ihrem Blick und erkennt einen kleinen roten Punkt am Horizont, der sich schon bald als ein Rettungsring entpuppt. An diesem Rettungsring halten sich zwei Kinder mit letzter Kraft fest. Sie ziehen die Flüchtlingskinder aus dem Wasser und versorgen sie. Nun nimmt ihre Urlaubsfahrt eine überraschende Wendung, denn die Eltern versuchen die beiden Kinder irgendwo an Land zu bringen, damit ihnen geholfen werden kann. Das stellt sich aber als äußerst schwieriges Unterfangen dar, da sich niemand für die Flüchtlinge verantwortlich fühlt. Wie ihr Urlaub wohl enden wird? So viel sei auf jeden Fall gesagt, langweilig ist es Oskar nicht mehr.

 

Ein eindrucksvolles, lebensnahes, spannendes Buch, das es sehr gut schafft, uns direkt in diese immer wieder aktuelle Situation zu versetzen.


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„Warten auf Wind“ von Oskar Kroon übersetzt von Stefan Pluschkat

Ab 12 Jahren

 

Es ist ein brennend heißer Sommer, den Vinga wie jedes Jahr bei ihrem Großvater auf der Insel verbringt. Auf der Insel ist alles wie immer: ihr geliebter Großvater, das Meer, die Ruhe. Doch dieses Jahr ist etwas anders. In Vinga drinnen ist etwas anders. Einerseits ist da die Sache mit ihren Eltern und die Angst, dass ihr Papa verschwindet oder schon verschwunden ist. Für immer. Dann ist da noch die Sache mit dem Boot, der Schnigge, die ihr ihr Großvater geschenkt hat und die sie noch seetauglich machen muss, bevor sie damit aufs Meer kann. Das Meer, das randvoll mit Geheimnissen ist und in dem es so viel zu entdecken gibt. Und dann ist da noch die Sache mit Ruth. Ruth, die alles hasst, Boote, Inseln, das Meer, einfach alles. Und plötzlich spürt Vinga ein Gefühl, ein Prickeln im Bauch. Ein Gefühl, als wäre alles durcheinander, aber trotzdem irgendwie gut.

 

Ein Buch, dass unter die Haut geht, das mitfühlen und nachdenken lässt.

 

Oskar Kroon, Warten auf Wind

Hardcover

Verlag: Hummelburg

Preis: 13,40€


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„Ein Krokodil im Badesee?“ von Karin Gruß mit Illustrationen von Dorota Wünsch

Ab 3 Jahren

Eine verschwundene Badehose, ein vermisstes Gummiboot, ein Krokodil im Badesee? Wer treibt hier bloß sein Unwesen? In diesem unterhaltsamen Bilderbuch ist eine Menge los, denn es steckt voller Bilderrätsel. Kurze Reime machen neugierig darauf, sich die wimmligen Illustrationen ganz genau anzusehen, denn bei jedem Anschauen entdeckt man etwas Neues. Dabei kommt man aus dem Mitraten und Schmunzeln gar nicht mehr heraus, denn bestimmt hast du schon längst entdeckt, wer hinter der Geschichte steckt.

 

Ein Gute-Laune-Sommer-Buch zum immer wieder anschauen.


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„Wenn sieben kleine Badehasen quietschfidel ans Wasser rasen“ von Sabine Praml mit Illustrationen von Christiane Hansen

Ab 2 Jahren

 

Ein neues Abenteuer rund um die von uns heiß geliebte siebenköpfige Hasenfamilie. Nachdem sie schon abends in ihr Bettchen, schnell in die Verstecke oder quietschvergnügt durch Pfützen rasen, begleiten wir sie dieses Mal als Badehasen auf ihrem rasanten Weg zum Badesee.

 

Wieder einmal lesen sich die Reime sehr vergnüglich. Und auch die Illustrationen stecken wie gewohnt voller Witz und kleiner Details, die diese Pappe zu einem wunderbar sommerlichen Vorlese- und gemeinsamen Anschauspaß machen!


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„Mops und Kätt fahren ans Meer“ von Vera Schmidt

Ab 7 Jahren

 

Mops und Kätt können es kaum erwarten, das Meer zu sehen, denn endlich startet ihr Urlaub! Allerdings haben sie versprochenen, auf den alten Leuchtturm von Herrn und Frau Kegelrob aufzupassen. Aber natürlich bleibt ihnen dabei auch noch genug Zeit, sich umzusehen und die verborgenen Schätze der Nordsee zu erkunden. Dabei machen sie eine aufregende Erfahrung nach der anderen und erleben sogar ein richtiges Sturmabenteuer.

 

Das Abenteuercomic mit gut leserlicher großer Schrift und kurzen Kapiteln eignet sich gut für Leseanfänger oder Kinder, die nicht ganz so lesemotiviert sind. Die Illustrationen sind kindgerecht und Mops und Kätt sind einfach so entzückend, dass man sie sofort ins Herz schließt. Und so ganz nebenbei lernt man auch noch ein bisschen etwas über die Nordsee.


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„Henri und Henriette fahren in die Ferien“ von Cee Neudert mit Illustrationen von Christiane Hansen

Ab 4 Jahren

 

Ein entzückendes Bilderbuch darüber, dass man nicht unbedingt in die Ferne reisen muss, um Abenteuer zu erleben und sich Wünsche zu erfüllen.

 

Sommerzeit ist Ferienzeit und da möchte Hahn Henri mit seiner Henne Henriette und ihren vier Küken gerne vereisen. Die Hühnerschar ist begeistert und weil man sich auf einer Reise auch immer etwas anschauen sollte, beschließen sie nach Paris zu fahren, um den Eiffelturm zu sehen. Doch leider hat der Traktor schon beim nächsten Weiher eine Panne und sie kommen nicht mehr weiter. Ob das schon das Ende für die schöne Ferienreise bedeutet?

 

Die fröhlichen und Illustrationen voller witziger Details erzählen viele kleine Nebengeschichten und machen Lust auf Sommer und Urlaub. Perfekt für kleine Küken, die zum ersten Mal auf Urlaub fahren.


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„Tief im Ozean“ von John Hare

Ab 4 Jahren

 

Ob man eine abenteuerliche Reise bis in die Tiefen des Ozeans ganz ohne Worte erzählen kann? Der Illustrator John Hare kanns!

 

Gemeinsam mit einer Schulklasse begeben wir uns ins dunkle Nass und entdecken die Wunder und Schönheit der Natur, den Nervenkitzel eines Abenteuers und die Freuden einer unerwarteten Freundschaft.

 

Die stimmungsvollen Illustrationen ziehen einem von der ersten Seite an in den Bann und es gelingt ihnen auch ganz ohne Worte Zauber, Slapstick und Spannung aufzubauen.


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„Alle Tiere zeihen mit – auch das kleine Küken Pitt“ von Anna Taube mit Illustrationen von Eefje Kuiji

Ab 2 Jahren

 

Oje, oje: Maulwurf Mo ist im Mauseloch stecken geblieben und jetzt schaut nur noch sein Popo und zwei Füße raus. Schnell kommen alle möglichen Tiere angelaufen, um dem armen Maulwurf zu helfen. Aber das ist gar nicht so einfach, wie sie es sich vorgestellt haben. Erst zum Schluss, als auch das kleine Küken Pitt mithilft, macht es einen Ruck und der Maulwurf ist aus seiner misslichen Lage wieder befreit.

 

Ein sprachmelodisches, lustiges Pappbilderbuch mit witzigen Illustrationen und Verwandlungsklappen.


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„Doppelt gebucht“ von Nina Petrick mit Illustrationen von Bianca Schaalburg

Ab 7 Jahren

 

Die Familie Lindemann, also Mama, Papa, Mona und ihr kleiner Bruder Tommi haben für die Ferien ein Ferienhaus im Internet reserviert. Ein Haus nur für sie vier. Das wird sicher toll, toll, toll! Es gibt eine Stelle für das Lagerfeuer, Obstbäume, Pferdekoppeln und fremde Zahnbürsten im Bad! Wie kann das sein, da ist doch schon jemand in ihrem Haus! Und zwar die Familie Wilke bestehend aus Mama Alice, Papa Ben, Tochter Leonie und Dackel Basti. Die Wunsch-Haus-Agentur hat ihr Ferienhaus doch tatsächlich doppelt vermietet. Keine der Familien will gehen und so beschließen sie zusammenzurücken. Ob das gut gehen kann?

 

Eine turbulente Sommerlektüre mit witzigen und liebenswerten Illustrationen und jeder Menge Überraschungen für schon etwas geübtere Erstleser.


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„Anpfiff für Dr. Brumm“ von Daniel Napp

Ab 4 Jahren

 

Bauer Hackenpiep’s Neffen sollen für die Otter-Jugend-Nationalmannschaft trainieren und deshalb kommt er zu Dr. Brumm, um ihn zu einem Testspiel herauszufordern. Dr. Brumm und seine Freunde Bibi Biber, Dachs, Igel, Schnipps und Pottwal nehmen nichts ahnend die Herausforderung an und wollen es den Ottern so richtig zeigen. Aber oje, die Ottermannschaft ist viel professioneller und kennt auch so manche Fußballtricks. Deshalb verläuft die erste Halbzeit auch ganz schlecht für die Mannschaft von Dr. Brumm. Aber da haben alle die Rechnung ohne den schlauen Pottwal gemacht, denn der gibt seinen Freunden in der Spielpause richtig gute Tipps. Und so müssen die Otter in der zweiten Halbzeit richtig die Ohren anlegen, um noch zum Zug zu kommen.

 

Wieder ein humorvolles Buch aus der „Dr. Brumm“-Serie passend zur momentanen Fußball-WM.

 


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„Albert Einsteins Relativitätstheorie“ von Carl Wilkinson mit Illustrationen von James Weston Lewis. Übersetzt von Ebi Naumann.

Ab 13 Jahren

 

E = mc2

 

Die wohl berühmteste Formel Albert Einsteins kennen viele, aber wer kann schon von sich behaupten, er hätte sie tatsächlich verstanden? Ob es ein Sachbuch für Kinder wohl schaffen kann, uns die komplexe Relativitätstheorie verständlich zu erklären? Ja, es kann! Und das auch noch wunderschön illustriert und gestaltet.

 

Der Schlüssel zum Verständnis liegt im gut strukturierten Erzählaufbau. Denn es beginnt einfach mit der Person Albert Einstein und seinem Werdegang. Danach erklärt uns dieses großformatige Sachbuch die allgemeinen Meinungen und Ansichten über die physikalischen Grundlagen wie Raum, Zeit, Schwerkraft zu Einstein Zeiten. Erst dann wird uns Schritt für Schritt anhand von Einsteins gut nachvollziehbaren Gedankenexperimenten sehr anschaulich und gut verständlich erklärt, wie er diese Modelle widerlegt und umgedacht hat um zu seinen bahnbrechenden Ansichten wie der Relativitätstheorie zu kommen.

 

Und auch das Phänomen Einstein, was seine Erkenntnisse unserer modernen Welt gebracht haben und was nach der Relativitätstheorie kommt, finden Platz.

 

Ein beeindruckender Einstieg in Einsteins faszinierende Gedankenwelt!


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„Sehen“ von Romana Romanyschyn mit Illustrationen von Andrij. Übersetzt von Claudia Dathe.

Ab 8 Jahren

 

Dieses Buch ist nicht zu übersehen! Der fast schon fluoreszierende knallorange Bucheinband lässt gleich erahnen, dass es sich hier um etwas Außergewöhnliches handeln muss. Und das stimmt auch, denn in diesem nicht nur optisch sehr aufregend gestaltetem Sachbuch gibt es viel Interessantes zu sehen und zu erfahren!

 

Zum Beispiel, dass die Iris eines Menschen einzigartig ist und dass das menschliche Auge bis zu 7 Millionen Farbtöne unterscheiden kann. Oder dass der Franzose Louis Braille die Braille Schrift, mit der auch blinde Menschen lesen und schreiben können, entwickelt hat, als er gerade mal 16 Jahre alt war. Aber das ist längst noch nicht alles, denn Sehen ist so viel mehr, als wir über unsere Augen wahrnehmen. Es ist nicht nur eine physische Fähigkeit, sondern Sehen bedeutet auch die Art und Weise, wie wir unser Leben wahrnehmen. So geht es hier um das größere Bild, das auch Kunst und Kultur und den Blick auf unserer Welt unter die Lupe nimmt.

 

Ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches Sachbuch, das nicht nur Wissen vermitteln will, sondern das Thema Sehen auch in seiner philosophischen Dimension betrachtet und anders kann man es einfach nicht sagen, auch selbst ein Kunstwerk ist.


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„Hunde im Futur: Eine Grammatik in Bildern“ von Susanna und Johannes Rieder mit Illustrationen von Arinda Cracium

Ab 8 Jahren

 

Was für ein schräger Titel für ein Grammatikbuch der ganz anderen Art!

 

In kurzen, knappen Absätzen werden die grammatikalischen Grundbegriffe erklärt. Das Besondere dabei ist, dass sich dieses Buch nicht wie manche Schulbücher auf langweiligen Tabellen beruft, sondern jeder Begriff in vielen Bildern, Klappseiten und mit so wenig Text wie möglich erklärt wird. Denn den Verfassern dieser grandiosen Idee geht es vor allem ums „Begreifen“ und nicht um ein stures Auswendiglernen von langweiligen Tabellen.

 

Ein besonderes Grammatikbuch, das mit nichts bisher handelsüblichen vergleichbar ist und sich in jeder Hausbibliothek von Interessierten befinden sollte. Die Autoren haben sich bemüht, die grammatikalischen Grundbegriffe durch aufwendige Gestaltung in Szene zu setzen, was den höheren Preis auf jeden Fall rechtfertigt.


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„Zählen, rechnen, messen: wie Zahlen uns helfen die Welt zu verstehen“ von Isabel Thomas, Raphael Honigstein, Maria-Elisabeth Niebius und Klanten Robert

Ab 8 Jahren

 

Zahlen sind überall. Sie helfen uns, die Welt zu verstehen, denn fast alles lässt sich besser begreifen, wenn man sich die Zahlen genauer anschaut, die dahinterstecken. Egal ob es dabei um die Entstehung riesiger Planeten oder das Verhalten winziger Ameisen geht. Außerdem sind Zahlen eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Durch sie konnten wir viele neue Dinge erschaffen und ohne sie wären wir wieder bei null. In diesem Buch erfährst du, warum das so ist.

 

In kurzen Abschnitten wird sehr verständlich und mithilfe praktischer Beispiele, die auch etwas mit dem Alltag zu tun haben, die vielen und unterschiedlichen Teilgebiete der Mathematik erklärt. So erfahren wir nicht nur, dass auch Tiere zählen können, woher unsere Zahlen kommen und etwas über die Entwicklung der Maßsysteme, des Meters und des Kilogramms, sondern auch über die Erfindung des Geldes, was es mit dem Binärsystem und Computern auf sich hat und wie Code Knacker verschlüsselten Nachrichten knacken. Ich bin mir sicher, auch Erwachsene werden in diesem außergewöhnlichen Sachbuch Unbekanntes finden.

 

Die wie in einem Rasterdruck anmutenden Illustrationen sind nicht nur Retro und modern zugleich, sie unterstützen das Geschiebe außerdem sehr gut und veranschaulichen noch einmal sehr schön den praktischen und lebensnahen Aspekt des Sachtextes. Ein Glossar im Anhang hilft außerdem weiter, sollte man ein Wort nicht kennen.

 

Ein wunderschön gestaltetes Sachbuch rund um ein faszinierendes Thema, denn Zahlen sind unendlich und ihre Möglichkeiten auch!


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„Mein Gehirn – das Wunder erklärt“ von Betina Ip mit Illustrationen von Mia Nilson

Ab 6 Jahren

 

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie euer Gehirn eigentlich funktioniert? Wie es zum Beispiel neue Fähigkeiten erlernt? Woher Gedanken kommen? Oder was es macht, während wir schlafen?

 

Die Gehirn-Forscherin Eule erklärt es euch nur zu gern und nimmt uns mit auf eine spannende Reise mitten in unserm Gehirn. Dabei berichtet sie uns in praktischen und gut verständlichen Beispielen, die nahe am Kinderalltag dran sind, von all den komplexen und vielfältigen Vorgängen in unserem Gehirn. Das Sachbuch ist wie ein Dialog zwischen einem Mädchen und der Gehirn-Forscherin Eule aufgebaut, was beim Lesen wunderbar funktioniert und viel Spaß macht. Die Illustrationen im Comic Stil veranschaulichen das Geschiebe wunderbar und mit sehr viel Humor. Ihr wimmliger Charakter passt sehr gut zu den vielfältigen und immens vielen Aufgaben, die unser Gehirn tagtäglich zu bewältigen hat.

 

Ein rundum gelungenes Sachbuch, das viel erklärt und neugierig auf mehr macht.


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„Alle zählen“ von Kristin Roskifte. Übersetzt von Maike Dörries.

Ab 5 Jahren

 

„Alle zählen“ ist ein durch und durch außergewöhnliches Buch. Ein Zählbuch? Ein Wimmelbuch? Ein Rätselbuch? Oder doch alles in einem!?!

 

Am besten wir beginnen von vorne: Mit einem Menschen, der am Abend aus seinem Fenster sieht und sich wundert, wie viele andere Menschen in diesem Augenblick dasselbe tun. Denn auf unserer Welt gibt es siebeneinhalb Milliarden Menschen und jeder davon hat seine eigene Geschichte. So werden es mit jeder Seite mehr Menschen, erst zwei, dann drei, dann 20 bis hin zu hin zu den 7500 000 000 die auf unserem Planeten leben. Manche müssen wichtige Entscheidungen treffen, ein anderer entdeckt eine Lösung für ein Problem, 24 haben sich als etwas verkleidet und einem von ihnen gelingt zum ersten Mal ein Handstand! Und so gibt es eine Vielzahl von Geschichten in diesem Buch zu entdecken, über die man reden, lachen und die man weiterspinnen kann!

 

Dieses raffinierte Buch bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man es betrachten und handhaben kann. Es regt zum genauen Hinschauen, miteinander reden und Nachdenken an. Also wir sind begeistert!!!

 

Und auch als Schullektüre bietet sich dieses ungewöhnliche Buch an, denn man könnte es zum Beispiel als Ausgangpunkt für Bildergeschichten verwenden.


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„Das geheime Leben der Popel“ von Mariona Tolosa Sisteré. Übersetzt von Ebi Naumann.

Ab 4 Jahren

 

Popel wie graußlich!!! Andererseits ist unser Nasenschleim irgendwie auch besonders faszinierend, überaus spannend und ein unerschrockener Superheld unseres Immunsystems, der uns vor Krankheiten schützt!!! Das hast du nicht gewusst? Das macht nichts, denn zum Glück gibt es dieses mit sehr viel Witz illustrierte und mit heiterer Leichtigkeit erzählte Sachbuch, das uns über alles Wissenswerte rund um unser Nasensekret aufklärt. Woraus Popel besteht, woher er kommt und wozu er gut ist. Wie man ihn schnell loswird und wie Tiere das Handhaben. Was uns seine Farbe über ihn verrät und wie in anderen Ländern geniest wird. Neugierig geworden? Nur zu bohr nach!

 

Ein durch und durch gelungenes Bilderbuch rund um ein alltägliches und viel spannenderes Thema, als man zu Beginn denk, dass einfach Spaß macht. Manch einer mag es eventuell unappetitlich finden, aber kleine Leser interessiert und begeistert es ganz sicher!


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„Die Nacht leuchtet!“ von Lena Sjöberg. Übersetzt von Gesa Kunter

Ab 4 Jahren

 

Nachts leuchten nur die Sterne. Stimmt das wirklich?

 

Dieses wunderschöne und spannend gestaltete Sachbuch verrät uns, wie viel mehr Leuchtendes und Funkelndes die Dunkelheit zu bieten hat. Von Polarlichtern über Leuchtmoos bis hin zu Leuchteis bietet es in kurzen und gut verständlichen Informationstexten eine unglaubliche Themenbandbreite aus verschiedenen Bereichen der Natur und Technik. Wusstest du zum Beispiel, dass man mithilfe von ultraviolettem Licht herausfinden kann, ob ein Diamant echt ist? Dass es in Brasilien Termitenhügel gibt, die wie nächtlich erleuchtete Hochhäuser aussehen? Oder das über eine Million Menschen auf der Welt gar kein elektronisches Licht haben?

 

Die kurzen Erklärungen liefern natürlich nicht alle Antworten, machen aber neugierig darauf, was man im Dunklen noch alles entdecken könnte. Besonders schön ist, dass dieses außergewöhnliche Sachbuch uns auch immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, auf unseren Planeten achtzugeben, uns darüber nachdenken lässt, wie unsere Zukunft aussehen soll und was man tun kann, um Energie zu sparen.

 

Dass das Cover des Buches selbst auch im Dunkeln leuchtet, macht es zu einem wahren Blickfang im Bücherregal.


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„Wir lieben Pizza“ von Elenia Beretta

Ab 5 Jahren

 

Für alle Pizzafans genau das richtige Buch, um noch mehr über das Lieblingsessen zu erfahren.

 

Das nett illustrierte Buch beginnt mit einer Liebeserklärung in Form eines Gedichtes auf die Pizza. Und auch jeder neue Abschnitt des Buches fängt mit einem kleinen Reim an. Weiter geht es mit verschiedenen Pizzaformen von der italienischen Pizza al Metro bis hin zur New Yorker Pizza und man erfährt wieviel Pizza ungefähr landesüblich gegessen wird. Ob wohl die Italiener die größten Pizzaliebhaber sind? Wann und wo entstand die erste Pizza in Italien? Wie gelangte sie eigentlich dann nach Amerika? Und wie kam die Pizza Margherita zu ihrem Namen? Die verschiedensten und verrücktesten Pizzabeläge aus aller Welt werden beschrieben. Und was bei diesem Buch natürlich nicht fehlen darf: Ein gutes Pizzarezept ist auch vorhanden. Wer nun Hunger bekommen hat, kann sogleich mit dem Pizzabacken starten, falls er alle Zutaten zu Hause hat. Dies alles und noch viel mehr erfährt man bei dieser vergnüglichen Lektüre.

 

Ein gelungenes Buch rund um die Pizza mit vielen Sachinformation, farbenfrohen Illustrationen für alle großen und kleinen Pizzaliebhaber.


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„Vor uns das Meer“ von Alan Gratz

Ab 13 Jahren

 

Drei Jugendliche, drei Jahrzehnte, eine Hoffnung.

 

In diesem Buch wird uns die Geschichte dreier Jugendlicher erzählt, die aus unterschiedlichen Perspektiven und doch immer demselben Grund die Flucht aus ihrer Heimat antreten müssen.

 

Berlin 1939, Joseph besteigt mit seiner Familie in Hamburg ein Passagierschiff, das sie aus Nazi-Deutschland retten und nach Kuba bringen soll.

 

Havanna/Kuba 1994, Isabel tritt mit ihrer Familie und ihren Nachbarn die Flucht an, da ihr Vater bei einer Demonstration gegen Fidel Castro von der Polizei erwischt wurde und ihm deshalb lebenslange Haft droht. Ihr Fluchtboot; ein vom Nachbarn selbst gebautes kleines Motorboot. Ihr Ziel; die Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Aleppo/Syrien 2015, das Land befindet sich seit 2011 in einem erbärmlichen Kriegszustand. Als das Haus von Mahmoud und seiner Familie bei einem Bombenanschlag zerstört wird, beschließen sie, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen, um ein besseres, friedliches Leben führen zu können.

 

Alle drei Jugendlichen haben eine lange Reise in die erhoffte Freiheit vor sich. In diesem Buch begleiten wir sie auf der ihrer Flucht und werden schonungslos in ihre Lage hereinkatapultiert. In kurzen Abschnitten wird uns ihre Geschichte abwechselnd so spannend und hautnah erzählt, dass man auf jeden Fall weiterlesen möchte. Nach jedem Abschnitt aber auch froh ist, eine kurze Verschnaufpause zu bekommen, die Geschehnisse zu verdauen und in die nächste Geschichte einzutauchen zu können.

 

Eine unbedingte Leseempfehlung für all diejenigen, die sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzen möchten.

 

Alan Gratz, Vor uns das Meer

Hardcover

Verlag: Carl Hanser

17,50€


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„Alles wird gut, immer“ von Kathleen Vereecken mit Illustationen von Julie Völk. Übersetzt von Meike Blatnik.

Ab 10 Jahren

 

Belgien 1914. Wie schön die Welt ist: Kirmes und eine beste Freundin, mit der man lachen und fröhlich sein kann. Aber vielleicht stimmt das nicht ganz. Denn wir taten nur so. Damit wir nicht hörten, was alle dachten und nicht darüber nachdenken mussten, was allen Angst machte. Denn natürlich wussten wir Kinder es, obwohl wir es nicht wissen durften. Wir hörten es aus den wilden Geschichten der älteren Jungen. Vor allem das eine Wort, das immer wiederkehrte; Krieg. Aber was ist Krieg? Was passiert dann?

 

Zuerst kamen sie aus Richtung des Krieges, Wagen voller Männer, Frauen und Kinder. Dann kam die Garde, um die Männer für das Militär abzuholen. Man hörte Kanonen donnern. Wenig später donnerten deutsche Soldaten in einem endlosen Strom über die gepflasterte Straße. Und dann kam der Hunger. Schließlich gingen wir. Dorthin, wo es sicherer ist. In der Nacht, denn die war sicherer als der Tag. Doch ob sicherer ausreichte?

 

Wenn mir jemand anders erzählen würde, wie Krieg ist, würde ich denken, dass ich die ganze Zeit über Angst hätte. Aber so war es nicht. Wir hatten manchmal Angst. Meisten jedoch lebten wir einfach weiter.

 

Eine zeitlose Geschichte über Liebe und Zusammenhalt in der Familie, über Krieg und Flucht, über das Begreiflich- und das Weitermachen und auch darüber, wie schön die Welt trotz alledem sein kann.

 


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„Politik: 100 Begriffe aus Politik und Gesellschaft in 100 Wörtern erklärt“ von Eleanor Levenson, illustriert von Paul Boston und übersetzt von Britta Meinass

Ab 9 Jahren

 

1 Bild und 100 Wörter. Kann man so politische Grundbegriffe erklären?

 

Demokratie braucht Menschen, die mitgestalten wollen. Und wer mitgestalten will, muss zunächst einmal verstehen, worum es geht. Denn was genau ist Bürokratie? Und woraus besteht eine Regierung überhaupt? Was ist der Unterschied zwischen Exekutive und Legislative? Und was ist ein Referendum? Dieses sehr übersichtliche Sachbuch für alle, die gerade angefangen haben, sich für Politik zu interessieren, ist in die Themenbereiche Staat, StaatsbürgerInnen, Ideen, Ökonomie und Medien eingeteilt. Die großen Illustrationen im typischen Infografik-Stil bringen die abstrakten Begriffe noch einmal ganz genau auf den Punkt. Und oft reicht es schon fast, sich das Bild anzusehen, um zu begreifen, was gemeint sein könnte.

 

So werden kurz und gut verständlich in 100 Worten Thematiken wie Populismus, Nationalismus, Ideologie, Legitimität, Utopie, Bruttoinlandsprodukt, aber auch Begriffe wie Rechte, Verantwortung, Feminismus und Umweltschutz so erklärt, dass sie jeder verstehen kann. Denn sobald man verstanden hat, wie alles zusammenhängt, kann man nicht nur mitreden, sondern sich auch entscheiden, inwieweit man selbst politisch aktiv werden möchte.

 

Dieses gut durchdachte Sachbuch eignet sich sicher auch hervorragend für den Unterricht, da man aufgrund der sehr gelungenen großen Illustrationen der einzelnen Begriffe gut ins Gespräch kommen und so gemeinsam erdenken und erarbeiten kann, was man unter bestimmten politischen Begriffen versteht.


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„Wer tanzt schon gern allein?“ von 32 namenhaften Kinderbuchautor*innen

Ab 7 Jahren

 

Ein abwechslungsreich gestaltetes Buch über Demokratie, das selbst so vielschichtig ist wie das Thema, um das es sich dreht.

 

In diesem außergewöhnlichen Buch sind 32 Geschichten, Gedanken und Gedichte rund um das Thema Demokratie von namhaften Autor*innen und Illustrator*innen wie Antje Damm, Heinz Janisch, Kristina Andres, Britta Teckentrup, Sebastian Meschenmoser, Uwe-Michael Gutzschhahn und Martin Baltscheit versammelt.

 

Es geht ums Fehlen der Demokratie, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Solidarität, Anlehnung und Empathie, Wahrheit und Täuschung, Selbstbewusst- und Anderssein – und allem voran das Menschsein. Egal ob thematisch oder formal, es ist eine sehr spannende Zusammenstellung und so findet man neben Kurz- und Bildgeschichten auch Comics und Gedichte.

 

Für viele mögen die Grundlagen einer Gesellschaft, die von Respekt, Toleranz und Fürsorge geprägt ist, vielleicht schon eine Selbstverständlichkeit sein. Doch gerade heutzutage scheint man für diese Werte jeden Tag konsequent einstehen und sie verteidigen zu müssen, damit sie uns erhalten bleiben. Darüber zu lesen, nachzudenken und dann zu sprechen kann da ein guter Anfang sein.


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