„Papierklavier“ von Elisabeth Steinkeller mit Illustrationen von Anna Gusella

Ab 15 Jahren

 

Liebes Tagebuch, liebes Skizzenbuch, ja was genau? Dieses außergewöhnliche Buch ist so vieles mehr. Denn Maia, 16 Jahre alt, hat es vor nicht mal zwei Wochen von Oma Sieglinde geschenkt bekommen. Und jetzt ist Oma Sieglinde tot. Eigentlich war sie gar nicht ihre richtige Oma, aber sie hatte für sie, ihre beiden Schwestern und ihre Mutter immer ein offenes Ohr. Und eine offene Tür, ein Stockwerk höher. Und nicht zuletzt hatte sie auch immer wieder mal eine offene Brieftasche, wenn der Kühlschrank wieder einmal leer war. Und sie hatte ein Klavier, das sie liebevoll das Zebra nannten, auf dem Heidi Maias jüngere Schwester spielen durfte, wann immer sie wollte. Um nun für Heidis Klavierstunden aufzukommen, übernimmt Maia neben der Schule eine dritte Schicht in dem Saftladen, in dem sie arbeitet. Einfach hat es Maia wahrlich nicht, aber zum Glück hat sie zwei beste Freundinnen, zu denen sie felsenfest steht und auf die sie sich immer verlassen kann. Und dann gibt es da noch die kleinen Dosen Alltagsglück, die oft nicht mehr als einen Fingerhut füllen, aber alle zusammen mit der Zeit zu einem kleinen See anwachsen, in den du kopfüber springen kannst.

 

Eine durch und durch außergewöhnliche Erzählung in Tagebuchform. Nicht nur außergewöhnlich schön gestaltet; in handschriftlichen Text und großartigen Illustrationen. Sondern es behandelt auch außergewöhnlich spannende Themen wie Liebe, Armut, Familie, Perspektiv(losigkeit), Freundschaft, Aussehen, Arbeitsethik, sexuelle Identität, Glück, Feminismus und Gewalt und bietet so einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in den Lebensalltag einer Teenagerin.

 

Hardcover

Verlag: Beltz&Gelberg

15,40€   


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