„Fanny Cloutier – Das Jahr, in dem mein Leben einen Kopfstand machte“ von Stéphanie Lapointe mit Illustrationen von Marianne Ferrer. Übersetzt von Anne Braun

Ab 12 Jahren

 

Fannys Mutter ist verunglückt, als sie noch sehr klein war. Seither lebt sie mit ihrem ängstlichen Vater, der alles gerne vorhersehbar hätte und immer gleiche Abläufe liebt in Montreal. Doch plötzlich beschließt gerade er spontan zu werden und von einem Tag auf den anderen nach Japan zu reisen. Fanny wird zur Schwester ihrer verstorbenen Mutter verfrachtet, von der sie noch nie etwas gehört hat. Sie beginnt Tagebuch zu schreiben, um mit all ihren Gefühlen und Gedanken, dem Schmerz und der Unsicherheit zurechtzukommen. Zu Beginn scheint alles furchtbar zu sein, vor allem ihr Cousin Henri, der sie zur Weißglut bringt. Doch dann lernt sie die Außenseiterin Leonie kennen und auch Henri entpuppt sich als nicht so unausstehlich wie anfangs gedacht. Gemeinsam machen sich die drei auf eine Spurensuche, um herauszufinden, warum Fanny nichts von der Familie ihrer Mutter wusste und wie diese eigentlich genau gestorben ist?

 

Nicht nur optisch ein wunderbarer Mix aus Schrift, Bildern, Sketchnotes und Briefchen. Auch Fannys Texte im Tagebuchform sind ernst, lustig und verrückt und veranschaulichen ganz wunderbar die komplexe Gedankenwelt einer 14-Jährigen, die vor schwerwiegenden Veränderungen in ihrem Leben steht und sich selbstbewusst ihren Weg sucht.

 

Ein außergewöhnlicher Roman, der durch seine wunderschöne Gestaltung geradezu dazu einlädt, darin zu blättern und sicher nicht nur künstlerisch interessierte LeserInnen begeistern kann, sondern es sicher auch schafft, Lesemuffel zum Lesen zu verführen.

 

Und keine Sorge, wer gar nicht genug von Fanny Cloutier bekommen kann, hat Glück, denn es gibt schon einen zweiten Band

  • „Fanny Cloutier 2 – Das Jahr, in dem mein Herz verrücktspielte“

 

Stéphanie Lapointe, Fanny Cloutier

Hardcover

Verlag: Loewe

Preis: 17,50€


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